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RATGEBER - Sex & Körper

Sex mit Schwellkörperimplantat

Wenn durch einen Unfall oder eine Prostataoperation die stimulierenden Nerven „vor Ort“ (Nervus pudendus) gelitten haben, können auch die neuen Potenzmittel nichts mehr ausrichten. Denn die fördernden Nervenimpulse können nicht zum Schwellkörper, dem Ort des Geschehens, geleitet werden. Im Falle einer solchen Schädigung muss man zusammen mit dem Urologen gut die weiteren Schritte überlegen, zum Beispiel ein Schwellkörperimplantat.

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In einem Penis befinden sich drei längs verlaufende Schwellkörper, in einem von ihnen verläuft die Harnröhre. Bei einer sexuellen Erregung füllen sich die Schwellkörper mit Blut und bewirken auf diese Weise eine Erektion.  
Ein Schwellkörperimplantat ist eine Vorrichtung, die in die beiden freien Schwellkörper im Penisschaft eingesetzt wird. daher ist der umgangssprächliche Ausdruck „Penisimplantat“ auch falsch, denn es wird ja nicht der Penis ersetzt, sondern nur die Schwellkörper unterstützt. Eine solche Operation ist schon seit den dreißiger Jahren machbar. Damals bestand die Vorrichtung aus einem Implantat aus Rippenknorpel. Nachteil: die Konstruktion war etwas weich und löste sich zudem nach einigen Jahren vollständig auf.

Aus diesem ersten Versuch haben sich bis heute mehrere Modelle entwickelt. Die beiden häufigsten Prinzipien sind das hydraulische und das biegsame Implantat.

Das hydraulische Implantat

Bei dem hydraulischen Implantat macht der Operateur einen kleinen Schnitt zwischen Hodensack und Penis, der nach der Operation wieder unauffällig zuwächst. Durch diesen Schnitt werden zwei weiche Zylinder in die Schwellkörper eingeführt. Die Schwellkörper, die in ihrem Inneren vor allem aus zarte Blutgefäße enthalten, besitzen eine dicke „ledrige“ Außenhaut, so dass die weichen Zylinder darin sicher untergebracht sind. Weiterhin finden eine kleine Pumpe und ein Ablassventil im Hodensack Platz, sowie in der Darmregion eine Kunststoffblase, die als Flüssigkeitsreservoir dient.

Von außen kann der Mann nun die Pumpe im Hodensack bedienen, worauf die Flüssigkeit aus der Kunststoffblase in die beiden weichen Zylinder fließt und diese auffüllt. Dadurch richtet sich der Penis auf und wird hart. Das Ablassventil sorgt dafür, dass die Flüssigkeit nicht von alleine zurückströmt. Wenn man ein Zurückgehen der Erektion wünscht, drückt man das Ablassventil mit den Fingern und „wringt“ den Penis mit der anderen Hand aus. So fließt die Flüssigkeit in die Kunststoffblase zurück.

Bei anderen hydraulischen Modellen ist das Flüssigkeitsreservoir im Hodensack untergebracht, oder in einer Erektionskammer im Penis.

Das biegsame Implantat

Hier werden zwei Stäbe in die beiden freien Schwellkörper implantiert. Diese biegsamen Implantate können nach unten abgebogen werden, so dass sie in einer etwas weiteren Hose nicht sichtbar sind. Bei Bedarf werden sie dann einfach nach oben gerichtet.

Vorteil dieser Methode besteht vor allem für die Männer, die nicht mehr so fingerfertig sind und die daher vielleicht Schwierigkeiten haben, die Pupe beim hydraulischen Modell zu bedienen. Ein weiterer Vorteil macht u. U. der Preis aus, da die biegsamen Modelle zwischen 1000 und 2000 € kosten, die hydraulischen hingegen zwischen 5000 und 6000 € (Stand: 2003).

Der Nachteil der biegsamen Modelle ist offensichtlich. In der Badehose, in der Sauna oder in einer engen Jeans ist der Zustand schlecht zu verbergen.

Für wen sind Implantate geeignet?

Der häufigste Grund, warum ein Mann sich für ein Implantat entscheidet, ist eine vorausgegangene kapselübergreifende Prostataentfernung, sowie auch andere Genitaloperationen. Hierbei kann auch Schwellkörpergewebe in Mitleidenschaft gezogen werden. Auch bei einer schweren Form von Diabetes kann eine so schwere Gefäß- und Nervenschädigung resultieren, dass eine natürliche Erektion nicht mehr möglich ist.

Für alle Implantate gilt, dass normalerweise die Fähigkeit zum Orgasmus und Ejakulation erhalten bleiben. Auch auf die Zeugungsfähigkeit hat die Operation keinen Einfluss.


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