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Der Ausspruch „Das ist ja pervers!“ wird häufig gebraucht, doch vielen ist es gar nicht bewusst, was er eigentlich bedeutet. Pervers heißt genau übersetzt „verdreht“. Gemeint ist eine Verdrehung der Normalität – eine Abweichung von der Normalität in Bezug auf Sexualität. Aber was ist normal in der Sexualität?
Den meisten von uns wird hierzu die Missionarsstellung einfallen. Mit pervers hingegen verbindet man in erster Linie den Gummi- und Lederfetischismus. Was aber ist mit den verschiedenen Spielarten der Liebe, die zwischen Gummifetischismus und Missionarsstellung liegen? Ist es schon pervers, wenn das Paar die Stellung verdreht und die Frau oben liegt, oder wenn der Mann von hinten in die Frau eindringt? Ist es erlaubt, dass sich jeder der beiden Partner selbst befriedigt, während die Frau auf dem Rücken liegt und der Mann zwischen ihren gespreizten Beinen kniet? Was ist mit Analverkehr, oraler Befriedigung (mit dem Mund), Homosexualität oder „erlaubten“, also vom Partner gebilligten Seitensprüngen?
Wichtige Anmerkung: Wir reden hier nicht über die kriminellen Handlungen, bei denen ein Beteiligter rechtlos und wehrlos Demütigungen und Schmerzen ausgesetzt wird, wie es beim Missbrauch von Kindern oder einer Vergewaltigung der Fall ist. Auch das Beschneiden von jungen Mädchen, das in einigen Völkern normal ist, wird bei uns, mit unserem kulturellen Hintergrund, wohl zu Recht als unmenschlich bewertet.
Wir behandeln nur das Thema „sexuelle Spielarten, die im Einverständnis mit allen Beteiligten geschehen“.
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