Anzeige:
Anzeige:
Kontakt Sitemap Nutzungshinweise AGB Impressum Größer bitte!
Home FAQ Glossar Service Shop Gesundheitsmanager Presse Über uns
Aktuelles
Krankheiten & Beschwerdebilder
Prävention & Therapie
Sexualität
Reisemedizin
NEWS
Meldung vom 20.01.2009
"Sehmaschine" für Blinde entwickelt

© photocase.com (Atreyu1980)

Forscher am Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben eine "Sehmaschine" entwickelt, mit deren Hilfe die selbst sehbehinderte MIT-Mitarbeiterin Elizabeth Goldring Fotos schießen und betrachten kann. Dazu projiziert das Gerät ein feines Lichtbündel mit der Bildinformation direkt auf die Netzhaut. Technologisches Vorbild ist mit dem Scanning-Laser-Ophthalmoskop (SLO) ein massives Diagnostik-Gerät, das etwa 100.000 Dollar kostet. Im Laufe der Jahre hat das MIT-Team seine Entwicklung aber mithilfe moderner Komponenten portabel gemacht und auch die Kosten deutlich reduziert. "Wir können es für weniger als 500 Dollar herstellen", sagt Goldring.

Den Anstoß für die vor über 20 Jahren begonnene Entwicklung gab eine optometrische Untersuchung. Mithilfe eines SLOs wurde ein einfaches Bild direkt auf die Retina eines Auges projiziert, vorbei an Blutungen, die für Goldrings Blindheit maßgeblich sind. Dabei konnte Goldring nicht nur das Test-Bild, sondern in weiterer Folge einen einfachen Schriftzug sehen. Die über die Jahrzehnte immer weiter entwickelte Sehmaschine funktioniert nach dem gleichen Projektions-Prinzip. Der im Diagnosegerät genutzte Laser wird dabei aber durch moderne LEDs ersetzt. Sie sind ebenfalls eine intensive Lichtquelle, jedoch wesentlich billiger. Das trägt zur deutlichen Kostenreduktion gegenüber dem medizinischen Standgerät bei.

Ebenfalls ein wichtiger Faktor für die günstige Verwirklichung der Sehmaschine ist, dass die erforderlichen Komponenten leicht zu bekommen sind. "Alles, was darin steckt, wird bereits für andere Zwecke in Masse gefertigt", erklärt der MIT-Doktorand Brandon Taylor. Das fertige Gerät hat etwa 12,5 Zentimeter Seitenlänge und ist auf einem flexiblen Stativ befestigt. Darauf sitzt die Digitalkamera, deren Daten an ein LCD-Display mit LED-Beleuchtung weitergegeben werden. Dessen Anzeige wiederum liefert den Datenstrom, der direkt ins Auge geleitet wird. "Das ist keine Vergrößerung. Es funktioniert, indem die Daten in einen winzigen Lichtpunkt gebündelt werden", betont Quinn Smithwick, ein an der aktuellen Entwicklung beteiligter Mitarbeiter. Nun soll das MIT-Gerät weiteren Praxistests unterzogen werden und langfristig hofft Goldring, die Lösung möglichst vielen Betroffenen zugänglich zu machen.

Die Sehmachine ist nur einer von vielen Ansätzen, um Sehbehinderten oder Blinden technologische das Sehen zu erleichtern oder zu ermöglichen. "Es gibt sehr vielseitige Forschungsbemühungen in diesem Bereich", meint Wolfgang Kremser, Leiter des gemeinsamen Verkehrsgremiums der Sehbehinderten- und Blindenorganisationen der Ostregion. Dazu zählen beispielsweise Ansätze für implantierbare Netzhautchips, die unter anderem in Deutschland bereits klinischen Studien unterzogen werden. Neben der Elektronik wird auch die Biologie bemüht. "Es gibt Bestrebungen, mithilfe von Zellimplantaten neue Möglichkeiten zu schaffen", so Kremser. Unter anderem werde an der Verwendung von Stammzellen und gentechnischen Ansätzen geforscht.

Lesen Sie dazu auch:
• Rund ums Auge
• Für jedes Auge die richtige Linse
• Blasmusiker öfter zum Augenarzt!
• Regelmäßiger Check gegen Grünen Star
• Blasinstrumente erhöhen den Augendruck
• Gehirn bereitet Augenbewegungen vor
Autor(en): Thomas Pichler; pressetext.at; Stand: 14.01.2009

Newsletter abonnieren
Abonnieren Sie unseren Newsletter:
Emailadresse
  
Mein Gesundheitszentrum
Benutzername
Kennwort
• 
• Hier kostenfrei registrieren
Radiobeiträge
Hören Sie den Radiobeitrag zum Thema: Sport gegen Angst
Ratgeber
1. Rheuma
2. Sex & Psyche
3. Haut
4. Säure-Basen-Haushalt
5. Krebs
6. Schmerzen
7. Herzkrank II
8. Probleme beim Sex
9. Herzkrank I
10. Lust & Liebe
Buchtipp
Rund ums Auge - Frühwarnzeichen erkennen
Rund ums Auge - Frühwarnzeichen erkennen Prof. Dr. med. Albert Augustin, Peter Felzer

ISBN:
3-8304-3210-0

Favoriten
Hier können Sie diese Seite in den eigenen Favoriten oder bei so genannten Social Book-marking Diensten speichern.
Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits– und Medizininformationen dürfen nicht als Ersatz für professionelle Beratung oder Behandlung durch approbierte Ärzte angesehen werden. Lesen Sie bitte unsere allgemeinen Nutzungsbedingungen.
© Wissen Gesundheit GmbH
Home FAQ Glossar Service Shop Gesundheitsmanager Presse Über uns