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TIPP DES TAGES
Täglicher Gesundheitstipp vom 13.12.2004
Sind Blumen im Schlafzimmer/Krankenzimmer schädlich?
Nicht ganz! Um diese Frage gewissenhaft zu beantworten, muss ich etwas ausholen. So ist es beispielsweise notwendig, zwischen Schnittblumen und Topfpflanzen zu unterscheiden.

Einen Blumenstrauß haben Sie sicher selbst schon des Öfteren in ein Krankenzimmer gebracht. So lange dieser Strauß nicht einen all zu starken Duft verströmt und sich keiner von ihm gestört fühlt, ist das völlig in Ordnung und auch wünschenswert.

Topfpflanzen hingegen, dürfen in einem Krankenzimmer tatsächlich nicht stehen. Denn in Blumenerde und Hydrokulturen können sich verschiedene Keime hervorragend vermehren. Dazu gehört beispielsweise auch der Tetanuserreger. Für die Patienten kann das sehr riskant werden, gilt aber nicht für eine Topfpflanze im Schlafzimmer.

Viele von Ihnen werden sich außerdem fragen, was an der Behauptung dran ist, man solle keine Grünpflanzen im Schlafzimmer aufstellen. Dazu lässt sich Folgendes sagen: Pflanzen haben die Fähigkeit, Kohlendioxid in Sauerstoff umzuwandeln, den wir alle - Tier und Mensch - zum Leben und Atmen brauchen.

Damit dieser biochemische Prozess aber überhaupt funktionieren kann, benötigt die Pflanze Licht und Wasser. Diese Photosynthese, also der Aufbau chemischer Verbindungen unter Lichteinfluss, kann naturgemäß nur tagsüber stattfinden. Im Dunkeln verbraucht die Pflanze selbst Sauerstoff.

Aber Ihr Schlafzimmer müsste schon sehr klein sein, damit durch Grünpflanzen ein Sauerstoffmangel entsteht. Wenn Sie also möchten, können Sie gerne auch im Schlafzimmer Grünpflanzen aufstellen.
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Autor: Dr. med. Günter Gerhardt

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