 |
 © www.sxc.hu (simmbarb)
Wer zu viel Pfunde auf den Hüften mit sich herumträgt, hat rein statistisch eine reduzierte Chance, schwanger zu werden. Außerdem steigt mit dem Übergewicht auch das Komplikationsrisiko während der Schwangerschaft und bei der Geburt. Dies haben die Studien der letzten Jahre immer wieder gezeigt. Sport kann da Abhilfe schaffen, auch für bereits Schwangere. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) in einer Presseerklärung hin. Ein Interventionsprogramm mit einer Gewichtsreduktion zwischen 10,2 und 4,3 kg innerhalb von sechs Monaten verbessert die Möglichkeit zur Schwangerschaft um 80 Prozent und reduziert die Fehlgeburtsrate dramatisch von 75 auf 18 Prozent. Ein solches Programm mit einer Ernährungsumstellung und körperlicher Aktivität ist 60mal kosteneffektiver als eine traditionelle künstliche Befruchtung, und außerdem für die Frauen sehr viel verträglicher. Darauf weist Privatdozentin Dr. Ulrike Korsten-Reck von der Medizinischen Universität Freiburg hin, welche unsere heutigen Tipps erarbeitet hat. Die schlanke Linie während der Schwangerschaft mindert zudem das Diabetesrisiko und ebenso die Gefahr der Präeklampsie (erhöhter Blutdruck, Eiweiß im Urin, Wassereinlagerungen im Gewebe). Entzündungen und Stimmungsschwankungen treten seltener auf, das Körpergefühl verbessert sich. Auch sind Depressionen nach der Geburt seltener und die Mutter-Kind-Beziehungen entspannter.
Unsere Tipps: Diese Sportarten haben günstige Auswirkungen auf Mutter und Kind: Wandern, Walking, Jogging, Nordic Walking, Skilanglauf und Gymnastik. Als Schwangere sollten Sie Sport nur bis zu einer Höhe von maximal 2000 Metern betreiben. Gut ist auch das Radfahren in der Ebene. Frauen, die zu Ödemen neigen, sollten schwimmen gehen, aber nur bei einer Wassertemperatur zwischen 20 und 33 Grad. Achten Sie beim Ausdauertraining darauf, keine Sauerstoffschuld einzugehen. Sie sollten sich also immer noch bequem unterhalten können. Weiterhin sind zum Abnehmen Kräftigungsübungen notwendig, zwei- bis dreimal pro Woche je 30 Minuten. Sprechen Sie dabei alle großen Muskelgruppen an. Wählen Sie eher weniger Gewicht, und wiederholen Sie die Bewegungen statt dessen häufiger. Vermeiden Sie extremes Beschleunigen oder Abbremsen. Trinken Sie ausreichend und hungern Sie nicht.
|
 |