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Tuberkolose wird von elektronischer Nase erkannt

wikimedia (hellerhof) © wikimedia (hellerhof)

Der Atemstoß in ein tragbares Gerät wird künftig nicht nur über den Alkoholgehalt von Autofahrern Auskunft geben. Indische Forscher arbeiten daran, auf diese Weise auch Tuberkulose oder Lungenkrebs ausfindig zu machen. "Beinahe jede Krankheit hinterlässt Spuren in der Atemluft. Schon in wenigen Jahren soll das Produkt fertig sein, das eine noninvasive, batteriebetriebene Tuberkulose-Diagnose in entlegenen armen Regionen deutlich verbessern soll", so Forschungsleiter Ranjan Nanda vom International Centre for Genetic Engineering and Biotechnology.

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Diagnose durch Blasen

In Industrieländern ist Tuberkulose so gut wie ausgerottet, kostet es in den noch wenig entwickelten Ländern 1,7 Mio. Menschenleben pro Jahr. Damit gehört die Krankheit mit Atemwegserkrankungen, HIV/Aids und Durchfallserkrankungen zu den größten Killern unter den Infektionskrankheiten. Dass in armen Regionen die Behandlung so im Rückstand ist, geht unter anderem auf den hohen Aufwand der Diagnose zurück: Bisher muss etwa der Auswurf des Patienten im Labor auf den Erreger untersucht oder im Tuberkulin-Hauttest die Reaktion auf eine Antigen-Spritze abgewartet werden.

Einen neuartigen Ansatz liefern die indischen Forscher mit der Erkenntnis, dass Tuberkulose bestimmte molekulare Signaturen in der Atemluft hinterlassen, die sofort erkennbar sind. "Die dazu nötige Messtechnik gibt es erst seit wenigen Jahren. Sie ist jedoch mit jener des Alkoholtesters der Polizei vergleichbar - und kostet auch nur wenig mehr", so Nanda. Die ersten Ergebnisse zur "elektronischen Nase" werden nun mit mehr Probanden in der Phase II validiert, wofür die Organisation Grand Challenges Canada sowie die Gates-Foundation soeben eine Mio. Dollar zur Verfügung gestellt haben.

Betroffene lösen Probleme am besten

"Wir rechnen damit, dass die elektronische Nase bis zu 400.000 Leben pro Jahr retten kann, da mit der Möglichkeit der Frühdiagnose auch die Chance der erfolgreichen Behandlung steigt", erklärt Peter Singer, CEO von Grand Challenges und Direktor des McLaughlin-Rotman Centre for Global Health, gegenüber pressetext. Singer vertritt den Ansatz, dass die besten Lösungen für Gesundheitsprobleme aus der Dritten Welt selbst stammen. Ein vergleichbares Beispiel lieferte kürzlich eine Falle für Malariamücken auf Sockengeruch-Basis.

Autor: pressetext.de, Johannes Pernsteiner (Stand: 08.11.2011)

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