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Forscher können T-Zellen bei Krebs isolieren

pixelio.de (Rita Thielen) © pixelio.de (Rita Thielen)

Wissenschaftlern des Klinikums der TU München ist es gelungen, T-Zellen aus gesunden Spendern zu entnehmen und sie zu vermehren. Damit sind die Mediziner bei der Behandlung von bösartigen Knochen- und Weichteilsarkomen einen wichtigen Schritt vorangekommen. Tumorspezifische T-Zellen werden von vielen als ein wesentlicher Baustein für eine erfolgreiche Tumortherapie betrachtet. "Allerdings ist die Gewinnung solcher T-Zellen nicht einfach. Die Gewinnung solcher Zellen aus Tumorpatienten gelingt in den meisten Fällen nicht", sagt Projektleiter Günther Richter. "Deshalb bemühen sich weltweit viele Forschergruppen um die Gewinnung solcher T-Zellen."

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Bei Kindern ist die Behandlung kompliziert

Den Münchner Forschern ist es mit einem Trick gelungen, tumorspezifische T-Zellen aus gesunden Spendern zu isolieren. "Wir haben dabei in T-Zellen gesucht, die sehr gut auf ihnen fremde menschliche Strukturen reagieren. Eine Subpopulation reagiert besonders gut auf ihnen fremde Antigenstrukturen. Diese T-Zellen können in der Zellkultur und im präklinischen Modell sehr spezifisch auf entsprechende Tumorzellen reagieren und sie abtöten", erklärt Richter. Es gelte jetzt, die Wirksamkeit eines solchen Therapieansatzes klinisch zu erproben. Ziel ist es, die T-Zellen therapeutisch als "Körperpolizei" gegen die Tumorzellen einzusetzen.

Knochen- und Weichteilsarkome repräsentieren etwa elf Prozent der bösartigen Tumore im Kindes- und Jugendalter. Moderne Therapiestrategien kombinieren Chirurgie, Chemo- und Strahlentherapie. Damit konnte die Medizin die Heilungschancen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich steigern: Die tumorfreie Überlebensrate liegt nach fünf Jahren bei etwa 60 bis 70 Prozent. Dennoch ist die Prognose für einzelne Untergruppen von Patienten weiterhin ungünstig. Die Langzeitüberlebensrate liegt bei weniger als 20 Prozent. Besonders bei Kindern und Jugendlichen stoßen die Ärzte an Grenzen: Aufgrund der starken Nebenwirkungen, die akut und langfristig auftreten, können Dosis und Länge der Chemotherapie nicht weiter gesteigert werden.

Autor: pressetext.de, Oranus Mahmoodi (Stand: 29.11.2011)

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