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USA: Experten fordern Besteuerung von Zucker

photocase.de (chris-up) © photocase.de (chris-up)

Weil Zucker den Körper schädigt und so abhängig wie Alkohol oder Rauchen macht, sollte er besteuert werden. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler der University of California. Neue Strategien wie Steuern seien notwendig, um ansteigenden Konsum von Zuckern und Süßstoffen zu kontrollieren. Das Team um Robert Lustig fordert in Nature grundlegende Veränderungen in der öffentlichen Verhaltensweise.

Gesunde Ernährung wichtig
Trotz dieser Forderungen betont Barbara Gallani von der UK Food and Drink Federation jedoch, dass das Verteufeln von Lebensmitteln nicht hilfreich und der Schlüssel zur Gesundheit eine ausgewogene Ernährung ist. Mehrere Länder besteuern bereits ungesunde Lebensmittel. Dänemark und Ungarn haben eine Steuer auf gesättigtes Fett. Frankreich hat eine Steuer auf alkoholfreie Getränke.
Jetzt fordern amerikanische Wissenschaftler ein ähnliches Vorgehen für Zuckerzusätze und Süßstoffe. Für sie ist die Menge an Zucker, die konsumiert wird, besorgniserregend. Die Menge an Zucker, die weltweit verbraucht wird, hat sich in den vergangenen 50 Jahren verdreifacht. Ein Zusammenhang mit Fettsucht, Bluthochdruck und Diabetes ist bereits nachgewiesen.
Lustig schreibt in seinem Kommentar, dass Regierungen grundlegende Veränderungen überlegen müssen. Dazu gehören Steuern, ein eingeschränkter Verkauf von süßen Lebensmitteln und Getränken während der Schulstunden oder sogar Kinder unter einem bestimmten Alter daran zu hindern, sie zu kaufen.

Kampf gegen Zucker-Lobby
Laut dem Wissenschaftler entspricht Zucker allen Kriterien für eine gesellschaftliche Intervention, die auch gegenüber Alkohol und Rauchwaren angewendet wird. Der Forderungskatalog könnte einen politischen Kampf gegen die mächtige Zucker-Lobby zur Folge haben.
Zu den Forderungen zählen unter anderem Rauchverbot auf öffentlichen Plätzen sowie Airbags in Autos und Kondomautomaten in öffentlichen Toiletten. Diese einfachen Maßnahmen, die in Amerika anfangs heftig diskutiert wurden, werden heute als selbstverständlich angesehen. Peter Scarborough von der University of Oxford argumentiert, dass die Besteuerung bestimmter Lebensmittelprodukte durchaus zu überlegen ist.
Werde jedoch nur eine Art von Lebensmitteln besteuert, könnte das zu unerwünschten Auswirkungen führen. Dazu gehört, dass weniger Obst und Gemüse gekauft werden, um das Geld für andere Einkäufe zu sparen. Der Wissenschaftler hält eine umfassendere Besteuerung für sinnvoller: "Gibt es Steuern auf Fett, Salz und Zucker in Kombination mit Förderungen für Obst und Gemüse, dann ernähren sich die Menschen gesünder."

Autor: pressetext.de; Michaela Monschein (Stand: 02.02.2012)

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