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Prostatakrebs: Neue Therapie, kaum Nebenwirkungen

pixelio.de (Christoph Droste) © pixelio.de (Christoph Droste)

Ein neues Verfahren zur Behandlung von Prostatakrebs im Frühstadium dürfte deutlich weniger Nebenwirkungen haben als bisher eingesetzte Therapien. Eine in Lancet Oncology veröffentlichte Studie legt nahe, dass die gezielte Behandlung mit Ultraschall das Risiko von Impotenz und Inkontinenz verringern kann.

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Gewebeschädigung vermeiden

An der Studie haben insgesamt 41 Patienten teilgenommen. Wissenschaftler des University College Hospital in London gehen davon aus, dass dieser Ansatz die Behandlung von Prostatakrebs verändern wird - vorausgesetzt, dass diese Forschungsergebnisse auch von größeren Studien bestätigt werden.

An der Krankheit sterben jährlich rund 10.000 Männer. Bei manchen dürfte sich der Zustand aber auch ohne Behandlung nicht verschlechtern. Die Standardtherapie mittels Operation oder Strahlenbehandlung betrifft die gesamte Prostata. Dabei kann es zu einer Schädigung des umliegenden Gewebes kommen sowie zu schweren Nebenwirkungen wie Inkontinenz und Impotenz.

Vielversprechende Ergebnisse

Die ersten Tests mit hochfokussiertem Ultraschall (HIFU) zielen auf kleine Bereiche mit Krebszellen an der Prostata ab. Eine nahe an der Prostata platzierte Sonde erhitzt diese Zellen auf 80 Grad und führt nur zu einer geringen Schädigung der umgebenden Nerven und Muskeln. Der leitende Wissenschaftler Hashim Ahmed beont, dass die Ergebnisse zwölf Monate nach der Behandlung sehr viel versprechend sind.

Die Bilanz kann sich sehen lassen. Neun von zehn Männern hätten keine Probleme mit Impotenz und keiner litt unter Inkontinenz. Auch die ersten Krebskontrollen seien sehr gut verlaufen. Finanziert wurde die Studie vom Medical Research Council der Pelican Cancer Foundation und dem St Peter's Trust.

Autor: pressetext.de; Michaela Monschein (Stand: 17.04.2012)

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