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USA: Experten für Mittel zur HIV-Prävention

pixelio.de (Stephanie  Hofschlaeger) © pixelio.de (Stephanie Hofschlaeger)

Ein Panel amerikanischer Gesundheitsexperten hat erstmals ein Medikament gegen HIV-Infektionen bei gesunden Menschen unterstützt. Das Antiviral Drugs Advisory Committee empfiehlt den zuständigen Behörden, Truvada für Menschen mit einem hohen Aids-Risiko zuzulassen. Die U.S. Food and Drug Administration (FDA) ist nicht verpflichtet, den Empfehlungen des Panels zu folgen. Sie werden jedoch in der Regel angenommen. Eine Entscheidung soll bis 15. Juni fallen. Andere Experten und in der HIV-Community aktive Gruppierungen haben sich gegen die Zulassung des Medikaments ausgesprochen, berichtet die BBC.

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Entscheidung für Präparat

Befürworter wie Mitchell Warren von der Aids Vaccine Advocacy Coalition gehen davon aus, dass der Schritt des Panels ein neuer Meilenstein im Kampf gegen HIV und Aids sein könnte. Truvada ist von der FDA bereits für HIV-positive Patienten zugelassen. Es wird gemeinsam mit anderen antiretroviralen Medikamenten eingenommen. Studien aus dem Jahr 2010 haben gezeigt, dass das von Gilead Sciences hergestellte Medikament das HIV-Risiko bei gesunden homosexuellen Männern verringern kann. Bei gesunden heterosexuellen Partnern von HIV-positiven Menschen verringerte sich das Risiko ebenfalls. Das Risiko nahm zwischen 44 und 73 Prozent ab.

Das Antiviral Drugs Advisory Committee hat mit 19 zu drei Stimmen für die Verschreibung des Medikaments bei Menschen mit dem höchsten HIV/Aids-Risiko gestimmt. Zu dieser Risikogruppe gehören nichtinfizierte Männer, die mit mehreren männlichen Partnern Geschlechtsverkehr haben. Die Mehrheit des Panels sprach sich auch für einen Einsatz bei nichtinfizierten Personen mit HIV-positiven Partnern aus. Das Gleiche gilt auch für andere Gruppierungen, die ebenfalls durch ihre sexuellen Aktivitäten einem hohen Risiko ausgesetzt sind. Die Stimmabgabe des Panels erfolgte nach einer elfstündigen Sitzung in Silver Spring, Maryland, und einer umfangreichen öffentlichen Diskussion. Truvada wird in Amerika seit 2004 zur Behandlung von Menschen mit einer HIV-Infektion eingesetzt.

Argumente gegen Zulassung

Der Widerstand gegen die Zulassung des Medikaments wird mit einem falschen Gefühl der Sicherheit und der Angst vor medikamentenresistenten Stämmen des Virus begründet. Es gibt auch Bedenken, dass die hohen Kosten für das Medikament die knappen Mittel für kostengünstigere Optionen ablenken könnten. "Wir müssen das langsamer angehen", betont Joey Terrill von der Aids Healthcare Foundation. Er habe sich aus Sorge um seine Community gegen die Einführung ausgesprochen. Die Krankenschwester Karen Haughey hat gegenüber dem Panel erklärt, dass ein großes Problem darin besteht, dass das Medikament jeden Tag eingenommen werden muss. "Meine Berufserfahrung sagt mir, dass das nicht geschehen wird."

Autor: pressetext.de; Michaela Monschein (Stand: 11.05.2012)

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