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Keuchhusten breitet sich auch auf Babys aus

photocase.de (knuth) © photocase.de (knuth)

Keuchhusten hat sich in England und Wales auch auf sehr kleine Kinder ausgebreitet. Sie sind laut der Health Protection Agency dem größten Risiko schwerer Komplikationen oder einer Erkrankung mit Todesfolge ausgesetzt. Im Juni kam es zu weiteren 675 Fällen. Das bedeutet, dass 2012 bisher 2.466 Menschen erkrankt sind. Im gleichen Zeitraum waren es 2011 erst 311. Eine Zunahme der Erkrankungen wurde auch aus Nordirland und Schottland gemeldet. Zu den Hauptsymptomen gehören schwere Hustenanfälle und das für die Krankheit charakteristische Keuchen. Der letzte Ausbruch begann Ende 2011.

Impfwirkung nimmt ab

Vor Beginn der routinemäßigen Impfungen im Jahr 1957 waren Ausbrüche der Krankheit in Großbritannien ein erstes Gesundheitsproblem. Es erkrankten pro Jahr bis zu 150.000 Menschen. In einem Jahr starben an den Folgen rund 300 Menschen. 2012 wurden bereits 186 Erkrankungen bei Kindern unter drei Monaten gemeldet. Im gleichen Zeitraum waren es 2011 nur 72 Fälle. Fünf Kinder sind bereits an den Folgen der Infektion gestorben.

Laut der obersten Impfexpertin der HPA, Mary Ramsay, gibt dieser Anstieg der Erkrankungen Anlass zu großer Sorge. Beim Auftreten von Symptomen sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. In Großbritannien werden Kinder mit zwei, drei und vier Monaten gegen Keuchhusten geimpft. Eine weitere Dosis wird vor dem Beginn des Schulbesuchs verabreicht. Ein vollständiger Schutz besteht allerdings erst nach der dritten Impfung. In den folgenden Jahren erreicht der Schutz einen Höchstwert und wird dann langsam wieder geringer. Das bedeutet, dass auch Erwachsene erkranken können, obwohl sie als Kinder geimpft worden sind.

Gegenmaßnahmen eingeleitet

Das Department of Health's Joint Committee on Vaccination and Immunisation überlegt derzeit Gegenmaßnahmen. Angedacht ist, Teenager oder Schwangere nochmals zu impfen. Impfungen für das Pflegepersonal, das mit erkrankten Kindern in Kontakt kommt, wurden bereits empfohlen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Bis Ende März wurden in Nordirland 27 Erkrankungen gemeldet. 2011 waren es im ganzen Jahr nur 13. In Schottland wurden im gleichen Zeitraum 150 Fälle gemeldet. In den ersten drei Monaten des Jahres 2011 waren es nur 22 Erkrankungen.

Adam Finn von der University of Bristol betont, dass das bestehende Impfprogramm die Anzahl der Erkrankungen bei Kindern reduziert, aber sie zugleich auch auf andere Altersgruppen verlagert hat. "Eine Immunisierung durch eine Impfung hält nicht so lange an wie eine Immunisierung durch eine Infektion. Mehr Erkrankungen führen auch zu einer schlechteren Immunisierung der gesamten Bevölkerung, und das geschieht überall und nicht nur in Großbritannien", unterstreicht der Experte.

Autor: pressetext.de; Michaela Monschein (Stand: 30.07.2012)

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