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Jeder zwölfte Olympia-Athlet ist Asthmatiker

pixelio.de (Alexandra H.) © pixelio.de (Alexandra H.)

Acht Prozent der Teilnehmer an olympischen Spielen leiden an Asthma oder Atemwegserkrankungen. Das berichten Forscher der University of Western Australia im "British Journal of Sports Medicine". Der Fähigkeit, Höchstleistungen zu erbringen, dürfte das Lungenleiden wenig anhaben: Zumindest im Spitzensport schaffen es Asthmatiker häufig auf vordere Ränge.

Hoher Anteil

Der ermittelte Prozentsatz macht Asthma nicht nur zur häufigsten chronischen Sportlererkrankung, sondern ist auch im Vergleich hoch: In der Gesamtbevölkerung leiden nur etwa fünf Prozent der Erwachsenen an Asthma. "Anscheinend trägt die massive Extrembelastung im Training zum Austrocknen der Bronchialschleimhäute bei, was in Folge die Erkrankung auslösen könnte", urteilt Josef Bolitschek, Leiter der Abteilung für Pneumologie am Krankenhaus der Elisabethinen in Linz.

Die australischen Forscher um Kenneth Fitch überprüften dazu Daten der fünf olympischen Spiele zwischen 2002 und 2010. Seit 2001 fordert das Internationale Olympische Komitee von jenen Athleten, welche die damals schlagartig populär gewordenen Beta-2-Agonisten (IBA) zu sich nehmen, den ärztlichen Nachweis eines Atemleidens. Die Maßnahme ist zum Schutz der Sportler gedacht, nicht als Maßnahme gegen Doping, wurde doch bis dato keine Leistungssteigerung durch das Medikament nachgewiesen.

Mögliche Folge des Trainings

Besonders Athleten in Ausdauersportarten sind betroffen - was für die Hypothese spricht, dass das intensive Training Asthma mitverursacht. "Das Einatmen von verschmutzter oder kalter Luft könnte bei manchen, jedoch nicht bei allen Sportarten einiges erklären", sagt Fitch. Ein spezielles Problem einiger Wintersportarten könnten die feinen Luftpartikel in Eishallen sein, die von den Präpariermaschinen bei der Vorbereitung der Eisfläche freigesetzt werden.

Noch nicht überprüft ist, ob härteres Training zur Leistungssteigerung die Asthma-Entwicklung bei erwachsenen Sportlern begünstigt. Die Forscher spekulieren sogar, dass körperliche Veränderungen, die mit Asthma in Verbindung stehen, sogar einen Anreiz für das Training darstellen könnten, den Nicht-Asthmatiker nicht empfinden. Angst vor Asthma brauchen Sportler mit gesunder Lunge jedoch nicht haben: "Die Lunge besitzt in der Regel ein ausreichend gutes Abwehrsystem", betont Lungenexperte Bolitschek.

Autor: pressetext.de; Johannes Pernsteiner (Stand: 01.08.2012)

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