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Suizid: Männer mittleren Alters besoders gefährdet

Männer mittleren Alters verfügen in England laut aktuellen Statistiken über das höchste Selbstmordrisiko. Ursachen dafür dürften laut einem Strategiepapier der britischen Regierung Job- oder Geldsorgen sowie die Auswirkungen der Rezession sein. Die Anzahl der Selbstmorde bei jungen Männern, die bisher als am höchsten gefährdet galten, ist laut einem BBC-Bericht zurückgegangen. 2010 wurden insgesamt 4.215 Selbstmorde gemeldet. Hilfsorganisationen wie Mind betonen, dass nur deutlich verbesserte Hilfsangebote diese Zahlen senken.

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Jobverlust oft Auslöser

Vor zehn Jahren hat die britische Regierung die letzte Strategie zur Senkung der Selbstmordraten veröffentlicht. Insgesamt ist die Anzahl der Suizide gesunken. In den vergangenen Jahren ist es allerdings wieder zu einem leichten Anstieg gekommen. Vor allem die derzeitige Wirtschaftslage hat bei Männern mittleren Alters Auswirkungen.

Laut der Studie der Regierung haben bereits in der Vergangenheit Zeitperioden mit hohen Arbeitslosenzahlen und großen wirtschaftlichen Problemen sich negativ auf die psychische Gesundheit der Bevölkerung ausgewirkt und wurden mit einer Zunahme von Selbstmorden in Zusammenhang gebracht.

20,8 Fälle auf 100.000 Menschen

Die neuesten Zahlen zeigen, dass die durchschnittliche Selbstmordrate zwischen 2008 und 2010 bei Männern zwischen 45 und 49 Jahren am höchsten von allen Altersgruppen war. Sie lag bei 20,8 je 100.000 Menschen. Das Selbstmordrisiko gilt als ein komplexer Bereich und setzt sich oft aus einer ganzen Reihe von Faktoren zusammen.

Die britische Regierung hat 1,5 Mio. Pfund (rund 1,25 Mio. Euro) für die Erforschung von Selbstmorden in den Risikogruppen in Aussicht gestellt. Zu den Risikogruppen gehören neben Männern mittleren Alters auch Menschen mit psychischen Problemen und Personen, die bereits eine Vorgeschichte der Selbstbeschädigung haben.

Britische Regierung für Gegenmaßnahmen

Strategien zur Senkung des Selbstmordrisikos beinhalten bei Kindern die Regulierung des Zugangs zu Selbstmordseiten im Internet und die Einschränkung der Möglichkeiten einer Selbsttötung in Gefängnissen und psychiatrischen Einrichtungen. Die Regierung hat auch bessere Informationen und mehr Unterstützung für jene versprochen, die durch einen Selbstmord im engeren Umfeld betroffen sind.

Der zuständige Minister Norman Lamb hat bereits erklärt, dass es in den vergangenen zehn Jahren wirkliche Fortschritte bei der Senkung der Selbstmordraten gegeben hat. Es sei aber immer noch so, dass sich alle zwei Stunden in England ein Mensch das Leben nimmt.

Autor: pressetext.de; Michaela Monschein (Stand: 10.09.2012)

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