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9/11: Staat finanziert Behandlung für Krebsopfer

Die US-Regierung hat rund 50 Arten von Krebs zur Liste von Krankheiten hinzugefügt, die von einem 9/11-Behandlungsprogramm abgedeckt werden. Diese Entscheidung berechtigt 70.000 überlebende Mitglieder der Einsatzkräfte und andere Überlebende zu einer kostenfreien Pflege. Das National Institute for Occupational Safety and Health hat diese Veränderung im Vorfeld des 11. Jahrestages von 9/11 angekündigt. Rund 1.000 Todesfälle wurden bisher mit Krankheiten in Zusammenhang gebracht, die durch den giftigen Staub der Trümmer am Ground Zero verursacht wurden.

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Fonds über 4,3 Mrd. Dollar

Bauarbeiter, Ersthelfer, Mitarbeiter der Gebäudereinigung und andere erkrankten in dem Jahrzehnt nach 9/11. Das Institut sprach sich im vergangenen Juni dafür aus, das mit 4,3 Mrd. Dollar ausgestattete Gesundheitsprogramm auszuweiten. Miteinbezogen wurden nach der Empfehlung eines Beratergremiums Patienten mit 50 verschiedenen Arten von Krebs.

Zu den Krebsarten, deren Behandlung von der Regierung finanziert wird, gehören Lungen-, Darm-, Brust- und Blasenkrebs sowie Leukämie, Melanome und alle Krebserkrankungen bei Kindern. Diese medizinische Versorgung ist Teil des James Zadroga 9/11 Health and Compensation Act 1, der von Präsident Obama im vergangenen Jahr als Gesetz unterzeichnet worden war.

Unbürokratische Hilfeleistungen

Bis jetzt beschränkten sich die meisten Entschädigungen auf Erkrankungen der Atemwege, die mit dem giftigen Staub und den Dämpfen der zerstörten Gebäude in Verbindung standen. Laut John Howard, dem Verwalter des World Trade Center Health Program, das durch das Zadroga-Gesetz entstanden ist, bedeutet die Ankündigung einen wichtigen Schritt bei den Bemühungen um eine medizinische Versorgung der Helfer und der Überlebenden.

Der New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg zeigt sich ebenfalls erfreut. Diese Entscheidung stelle auch weiterhin sicher, dass jene, die Infolge der verabscheuungswürdigen Anschläge erkrankt sind, die medizinische Versorgung erhalten, die sie brauchen und auch verdienen. Die Kompensation der medizinischen Kosten hatte sich durch einen Streit darüber verzögert, ob es Beweise für einen direkten Zusammenhang zwischen dem Einsturz des World Trade Center und Krebserkrankungen gibt.

Autor: Michaela Monschein (Stand: 11.09.2012)

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