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Kalzium schützt vor Hormonerkrankung

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Eine Ernährung ohne ausreichend Kalzium erhöht das Risiko von Frauen, an einer Hormonerkrankung zu leiden, die zu Knochenbrüchen und Nierensteinen führen kann. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler des Brigham and Women's Hospital. An einem primären Hyperparathyreoidismus (pHPT) erkrankt rund eine von 800 Personen. Am häufigsten ist diese Erkrankung bei Frauen nach der Menopause. Das Team um Julie Paik schreibt im British Medical Journal, dass eine erhöhte Aufnahme von Kalzium das Erkrankungsrisiko verringern könnte.

44 Prozent weniger Risiko

Für die Studie analysierten die Forscher die Daten von 58.300 Frauen, die an der sogenannten "Nurses' Health Study" teilgenommen hatten. Beim Start der Studie 1986 waren die Teilnehmerinnen zwischen 39 und 66 Jahre alt. Keine war zu diesem Zeitpunkt an pHPT erkrankt.

Die Frauen beantworteten alle vier Jahre Fragebögen dazu wie oft sie bestimmte Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel wie Kalzium zu sich nahmen. Der letzte Fragebogen wurde im Jahr 2008 ausgefüllt. In den 22 Jahren der Laufzeit der Erhebung erkrankten 277 Teilnehmerinnen an einem primären Hyperparathyreoidismus.

Die Forscher teilten alle Frauen entsprechend ihrer Kalziumaufnahme in fünf Gruppen auf. Faktoren wie Alter, BMI und ethnische Herkunft wurden berücksichtigt. Es zeigte sich, dass die Teilnehmerinnen, die am meisten Kalzium über die Nahrung aufnahmen, über ein um 44 Prozent geringeres Risiko aufwiesen, an pHPT zu erkranken.

Zuviel Parathormon ungesund

Laut James Norman vom Norman Parathyroid Center bringt die tägliche Einnahme von Kalzium allen bisherigen Erkenntnissen nach mehr Vorteile als Risiken mit sich, heißt es in einem BBC-Bericht. Erwachsene benötigen rund 700 Milligramm Kalzium pro Tag. Milch und andere Milchprodukte, Nüsse, Fische wie Sardinen gehören zu den besten Kalziumlieferanten.

Ein Zuviel an Kalzium hingegen kann zu Magenschmerzen und Durchfällen führen. pHPT wird durch zu aktive Nebenschilddrüsen verursacht, die zu viel Parathormon bildet. Neben Knochen- und Nierenproblemen gab es bereits Hinweise auf einen Zusammenhang mit einem erhöhten Blutdruckrisiko, Herzanfällen und Schlaganfällen.

Autor: pressetext.de; Michaela Monschein (Stand: 22.10.2012)

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