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Krebsmedikamente kombiniert am wirksamsten

photocase.de (nortys) © photocase.de (nortys)

Von den rund 100 derzeit durch die U.S. Food and Drug Administration (FDA) zugelassenen Krebsmedikamenten sind viele in Kombination am wirksamsten. Ein Grund dafür ist, dass Krebserkrankungen gegen einzelne Medikamente resistent werden können. Wissenschaftler des National Cancer Institute haben jetzt alle Kombinationsmöglichkeiten überprüft. In einer zwei Jahre dauernden Studie testete das Team um Susan Holbeck alle 4.950 möglichen Kombinationen an 60 verschiedenen Arten von menschlichen Krebszellen. Zusätzlich wurde jede der Kombinationen in mehreren verschiedenen Konzentrationen untersucht.

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Zahlreiche unerwartete Kombinationen entdeckt

James Doroshow, einer der Autoren der Studie, schätzt, dass für diese Studie insgesamt rund 1,5 Millionen Tests durchgeführt wurden. Dieser systematische Ansatz ermöglichte es dem Team, auch Kombinationen von Medikamenten zu analysieren, die sonst vielleicht übersehen worden wären. Tatsächlich lieferten 0,1 Prozent der Tests positive Ergebnisse, die laut dem Wissenschaftler völlig unerwartet waren. Die Forscher testeten die neuen Medikamentenkombinationen an menschlichen Tumoren, die Mäusen implantiert wurden. Es zeigte sich, dass diese Kombinationen wirksamer waren als die stärksten Dosierungen einzelner Medikamente.

Daten werden öffentlich zugänglich gemacht

Das Team will jetzt laut NewScientist untersuchen, warum die nicht zu erwartenden Kombinationen so wirksam waren. Laut Doroshow gibt es Hunderte von Beispielen, die näher analysiert werden müssen. Holbeck betont, die Wissenschaftler hätten einen Vorsprung, da die betreffenden Zellen bereits gut erforscht sind und es daher leichter sein sollte, herauszufinden, was auf der molekularen Ebene geschieht. Weitere Tests sind erforderlich, um mehr über die neuen Kombinationen zu erfahren. Da aber alle diese Medikamente bereits zugelassen sind, sollten bald weitere Tests durchgeführt werden können.

Die Wissenschaftler planen, alle ihre Daten für andere Wissenschaftler zugänglich zu machen. Damit sollte auch die weitere Bewertung einfacher werden. Laut Paul Workman vom Institute of Cancer Research http://www.icr.ac.uk sollten diese Tests bei Hunderten von Zelllinien durchgeführt werden. "Dieser auf Daten beruhende und unverfälschte Ansatz zur Identifizierung von viel versprechenden Kombinationen ist deutlich besser als der alte eher ad-hoc funktionierende Ansatz."

Autor: pressetext.de; Michaela Monschein (Stand: 12.11.2012)

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