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Frauen sterben häufiger an gebrochenem Herzen

photocase392385985229 © photocase392385985229

Das sogenannte Broken-Heart-Syndrom - eine schwere Herz-Kreislauferkrankung - betrifft zu 91 Prozent Frauen ab 50. Das geht aus einer heute, Montag, in Wien präsentierten Expertise von Zonta Golden Heart hervor. Das Syndrom tritt vor allem bei extremen psychischen Belastungen wie Liebeskummer, Verkehrsunfällen oder Todesfällen von Nahestehenden sowie bei körperlichen Erkrankungen auf. Zusätzlich kann es nach chirurgischen Eingriffen wie nach einer Inkubation festgestellt werden. Warum dieses Leiden hauptsächlich bei Frauen auftritt, ist noch im Stadium der Forschung.

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Vollständige Heilung möglich

"Beim Broken-Heart-Syndrom wird zu wenig Blut von der linken Herzkammer in den Körperkreislauf gepumpt", erläutert Jeanette Strametz-Juranek, Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie und Vortragende an der Medizinischen Universität Wien. Die Anzeichen sind mit denen eines Herzinfarktes vergleichbar.

"Dabei weisen die Betroffenen Symptome wie Druck auf der Brust, Übelkeit, Angst oder Atemnot auf", so die Expertin. Das Syndrom kann normalerweise durch eine psychotherapeutische und medikamentöse Behandlung vollständig kuriert werden. Für das Wiederauftreten der Symptome besteht eine 30-prozentige Chance.

Regelmäßige Kontrollen lebensrettend

"Frauen weisen eine höhere Sterblichkeit bei einem Herzinfarkt auf als Männer", führt Franz Weidinger, Vorstand der Zweiten Medizinischen Abteilung der Krankenanstalt Rudolfstiftung, aus. Dies könne damit in Verbindung gebracht werden, dass bei den Patientinnen häufiger Begleiterkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder ein höheres Alter bei Herzinfarkt eine Rolle spielen.

Doch auch bei jungen Frauen treten Herz-Kreislauf-Probleme vermehrt auf, die unter anderem mit der Zunahme an Raucherinnen erklärt werden können. Um das Herzinfarktrisiko zu senken, wird empfohlen, die körperliche Aktivität zu steigern, mit dem Rauchen aufzuhören, einen geringen Konsum von Kochsalz sowie eine fett- und kohlenhydratarme Ernährung zu berücksichtigen. Zudem sollen regelmäßige Kontrollen beim Arzt für eine frühzeitige Erkennung präventiv genutzt werden.

Autor: pressetext.de; Andreea Iosa (Stand: 12.11.2012)

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