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ADHD: Medikamente könnten kriminelles Verhalten verhindern

photocase.de (nortys) © photocase.de (nortys)

Menschen mit einem Aufmerksamkeits-Defizit/Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHD), die in ein Verbrechen verwickelt waren, sind weniger wiederholungsgefährdet, wenn sie medizinisch behandelt werden. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des schwedischen Karolinska Institutet gekommen. Frühere Studien legen nahe, dass ADHD die Wahrscheinlichkeit von strafbaren Handlungen erhöhen kann. Ein besserer Zugang zu einer Medikation könnte laut Experten und Selbsthilfegruppen die Kriminalitätsrate senken und helfen, Kosten zu sparen. Forscher wie Philip Asherson betonen, dass die durch Medikamente wie Ritalin erzielbaren Vorteile gegen mögliche Nachteile abgewogen werden müssen. Allein in Großbritannien leiden laut BBC drei Prozent der Kinder an dieser Krankheit. Die Hälfte der Patienten leiden auch als Erwachsene an ADHD.

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Betroffene begehen häufiger eine Straftat

Die Betroffenen leiden unter Symptomen wie Problemen mit der Konzentration, Hyperaktivität und Impulsivität. Schätzungen gehen davon aus, dass zwischen sieben und 40 Prozent der Menschen im Strafrechtssystem unter ADHD oder ähnlichen Krankheiten leiden dürften. In vielen Fällen liegt jedoch keine offizielle Diagnose vor. Für die aktuelle Studie wurden die Daten von mehr als 25.000 Personen mit ADHD in Schweden analysiert. Es zeigte sich, dass Menschen, die an dieser Krankheit leiden, wahrscheinlicher eine strafbare Handlung begehen. Das gilt für 37 Prozent der betroffenen Männer und 15 Prozent der betroffenen Frauen. Ohne ein Vorliegen dieses Syndroms liegen die Prozentsätze bei 9 Prozent respektive zwei Prozent.

Die im New England Journal of Medicine veröffentlichte Studie ergab, dass die Einnahme von Medikamenten die Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung wegen einer Straftat um 32 bis 41 Prozent verringern kann. Eine Veränderung tritt ein, wenn die Medikamente sechs Monate oder länger nicht eingenommen werden.

Anzahl der Straftaten könnte sinken

Seena Fazel von der University of Oxford, einer der Autoren der Studie, betonte, dass die Einnahme von Medikamenten die Wahrscheinlichkeit impulsiver Entscheidungen reduzieren und den Patienten ermöglichen könnte, ihr Leben besser zu organisieren. Damit würden sie auch ihren Job behalten und Beziehungen aufrechterhalten können. Co-Autor Paul Lichtenstein erklärte, dass rund 30 bis 40 Prozent der Straftäter mit langen Haftstrafen an ADHD leiden. Könnte die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Deliktes um 30 Prozent verringert werden, würde die Anzahl der Straftaten allgemein deutlich sinken.

Autor: Quelle: pressetext.de; Stand: 23.11.2012)

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