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Luftverschmutzung mögliche Ursache für Autismus

pixelio.de (Rolf Handke) © pixelio.de (Rolf Handke)

Es besteht die Möglichkeit eines Zusammenhanges zwischen Luftverschmutzung durch Verkehr und Autismus. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der University of Southern California. Die Daten von mehr als 500 untersuchten Kindern legen nahe, dass jene, die der stärksten Luftverschmutzung ausgesetzt waren, dreimal so wahrscheinlich an Autismus erkrankten als Kinder, die in sauberer Luft aufwuchsen.

Weitreichende Auswirkungen

Experten wie Uta Frith vom University College London argumentieren, dass der Straßenverkehr eine sehr unwahrscheinliche und nicht überzeugende Erklärung für das Entstehen dieser Krankheit ist, berichtet die BBC. Details der aktuellen Studie wurden in den Archives of General Psychiatry veröffentlicht. Die Wissenschaftler nutzten Daten der United States Environmental Protection Agency, um das Ausmaß der Luftverschmutzung für Kalifornien zu ermitteln.

Die Ergebnisse wurden in einem nächsten Schritt mit dem Kontakt mit verschmutzter Luft im Mutterleib und den ersten Lebensjahren von 279 Kindern mit Autismus und 245 gesunden Kindern verglichen. Dabei wurde in denen am stärksten belasteten Wohngegenden ein dreimal so hohes Risiko, an Autismus zu erkranken, festgestellt. Die Forscher haben in einer früheren Studie bereits einen Zusammenhang zwischen Autismus und dem Leben an Hauptverkehrsstraßen festgestellt. Sie warnen vor weitreichenden Auswirkungen.

Kausaler Zusammenhang fraglich

Frith fragte sich, wie Luftverschmutzung die Gehirn-Entwicklung verändern und zu Autismus führen kann. Er hält es für sehr unwahrscheinlich, dass dieser Zusammenhang kausal ist. Die Studie brächte keine neuen Erkenntnisse, da keine überzeugende Erklärung dafür geboten werde, wie Luftverschmutzung diese Auswirkungen auf das sich entwickelnde Gehirn haben könnte. Ein Problem bei derartigen Studien sei, dass es nur sehr schwer möglich sei, jeden Aspekt des Lebens zu berücksichtigen, der einen Einfluss auf die Entstehung von Autismus haben kann.

Dazu gehöre zum Beispiel die Familiengeschichte. Die aktuelle Untersuchung kann dem Experten daher nicht davon ausgehen, dass Autismus durch verkehrsbedingte Luftverschmutzung hervorgerufen wird, sondern nur davon, dass es einen Zusammenhang geben könnte. Sophia Xiang Sun von der University of Cambridge argumentiert, dass eine Reduzierung der Luftverschmutzung durch den Straßenverkehr in jedem Fall sinnvoll wäre.

Autor: Quelle: pressetext.de; Stand: 29.11.2012

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