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7-Zonen-Kaltschaummatratze, muss das sein?

Dima Sidelnikov - Shutterstock.com © Dima Sidelnikov - Shutterstock.com

Rund ein Drittel des Tages und damit auch ein Drittel des Lebens liegen wir im Bett. Schlaf ist für unseren Körper und seine Regeneration unerlässlich. Umso wichtiger ist es, dass wir uns vernünftig betten. Die Matratze spielt dabei zweifelsfrei die Hauptrolle, weil wir direkt darauf liegen. Matratzen gibt es in verschiedensten Arten und aus unterschiedlichen Materialien. Bei so viel Auswahl fällt es schwer den Überblick zu behalten. Wir verraten Ihnen, warum die 7-Zonen-Katschaummatratze so beliebt ist und ob es wirklich das beste Produkt ist.

Seit einigen Jahren sind Kaltschaummatratzen mit mehreren Zonen der Verkaufsschlager. Modelle mit sieben verschiedenen Zonen sind die gängigsten, wobei es auch Matratzen mit drei, fünf oder neun Zonen gibt. Was auffällt: Die Anzahl der Zonen ist immer ungerade. Ziel dieser Schlafmatratzen ist es, die unterschiedlichen Körperpartien, die unterschiedlich schwer sind, perfekt zu stützen. Schwerere Bereiche wie das Gesäß sollen einsinken, leichtere wie die Füße gestützt werden. Auf diese Weise wird auch im Schlaf eine gesunde Körperhaltung gewährleistet. Insbesondere die Wirbelsäule soll gestützt werden, damit diese wie bei zu weichen Matratzen nicht durchhängt und auf Dauer für Rückenschmerzen sorgt.

Die sieben Zonen verstecken sich unter dem Matratzenbezug und sind für den Kunden nicht sichtbar. Er kann deshalb nur schwer nachvollziehen, ob seine Matratze tatsächlich über die versprochene Zonierung verfügt. In der Tat haben unabhängige Überprüfungen ergeben, dass einige der Zonen-Kaltschaummatratzen über gar keine unterschiedlichen Zonen verfügen. Das ist insbesondere auch deshalb betrügerisch, weil Matratzen mit mehreren Zonen deutlich teurer sind, obwohl der Aufpreis zumindest mit der Produktion nicht immer gerechtfertigt werden kann.

Zonen allein sind kein Qualitätsmerkmal

Eine 7-Zonen-Kaltschaummatratze ist, wie könnte es bei dem Namen auch anders sein, in sieben Zonen aufgeteilt. Allerdings sind sieben Zonen bei Kaltschaummatratzen kein Qualitätsmerkmal. Denn bis auf wenige Ausnahmen hat jede Kaltschaummatratze sieben Zonen. Die Zonen im Überblick:

  • Kopf- und Nackenzone: Feste Liegezone zur Kopfstützung und Entlastung der Nackenmuskulatur
  • Schulterzone: Weichste Stelle der Matratze, ermöglicht das tiefe Einsinken der Schultern, auch für Seitenschläfer, hält die Wirbelsäule gerade
  • Lendenwirbelzone: Härtere Zone, die die gestreckte Wirbelsäule stützt
  • Becken-/Hüftzone: Befindet sich immer in der Mitte und ermöglicht ein Absenken des schweren Beckens, damit die Wirbelsäule während des Schlafs gerade ist
  • Schenkelzone: Härtere Zone, die das Einsinken der Oberschenkel verhindert
  • Knie- und Wadenzone: In der Regel baugleich mit der Schulterzone, garantiert die ideale Durchblutung der Venen
  • Fußzone: Bietet wie die Kopfzone ein festes Bett für die Füße

Wie aus der Übersicht der verschiedenen Liegezonen bereits hervorgeht, sind diese ausgehend von der Mittelposition für das Becken jeweils gleich hart bzw. weich. Deshalb ist es in der Regel unbedeutend, wie rum die Matratze in den Bettkasten gelegt wird. Das ist auch der Grund für die stets ungerade Anzahl an Zonen. Sind die Zonen doch einmal unterschiedlich ausgeprägt, markiert der Hersteller das Kopf- und Fußende, damit es nicht zu Verwechslungen kommt.

Körpergröße wird nicht berücksichtig

Wenn eine Matratze gewissenhaft konzipiert und hochwertig verarbeitet wurde, dann machen die unterschiedlichen Zonen durchaus Sinn, weil sie tatsächlich für jede Körperpartie den perfekten Untergrund bieten. Leider gibt es bei den Matratzen mit verschiedenen Zonen nur ein Problem: Der Mensch ist nicht genormt. Jeder Mensch hat eine andere Körpergröße. Bei einer 1,55 Meter kleinen Person liegt die Hüfte auf der gleichen Matratze woanders, also bei einer 1,85 Meter großen Person. Entsprechend verschiebt sich auch die Liegeposition aller anderen Körperteile.

Während wegen des ebenfalls relevanten Körpergewichts verschiedene Härtegrade eingeführt wurden, berücksichtigt kaum ein Hersteller die unterschiedlichen Körpergrößen. Aber die ist bei einer Zonen-Matratze ganz entscheidend. Deswegen kann keine generelle Empfehlung für so eine Matratze ausgesprochen werden. Wenn die Körperteile auf den falschen Positionen liegen, kann es auf Dauer zu Gesundheitsschäden kommen. Eine teure Kaltschaummatratze mit mehreren Zonen wäre in diesem Fall sogar schädlicher, als ein ganz einfaches Produkt.

Beim Kauf spielt außerdem das Material, aus dem die Matratze hergestellt wird, eine Rolle. Der Federkern ist nach wie vor beliebt, wird aber zunehmend von festen Schaumstoffen abgelöst. Wer sich für Federkern entscheidet, sollte auf Taschenfederkern setzen, wo jede Feder einzeln auf die jeweilige Belastung reagiert. Bei anderen Modellen sind die Kerne meist zusammengefasst und können nur in größeren Gruppen nachgeben, was deutlich unflexibler ist. Auch Latex und Viscoschaum sind weit verbreitet.

Egal ob Sie Ihre Matratzen online kaufen oder bei einem Fachhändler: Informieren Sie sich vorab in Ruhe, welches Modell Ihren ganz persönlichen Ansprüchen am ehesten Genüge leistet. Auch bei den meisten Onlinehändlern haben Sie ein großzügiges Rückgaberecht und können deshalb ausgiebig probeliegen. Matratzen online kaufen kann also auch einfach und ehrlich gehen, wenn man weiß, was man will.

Autor: Wissen Gesundheit - Redaktion

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