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Die ungeliebte Hornhaut

pixabay / moritz320 CC0 © pixabay / moritz320 CC0

Die Hornhaut wird nicht gern gesehen, weil sie als unansehnlich gilt und deswegen als Makel empfunden wird. Auch medizinisch ist sie nicht ganz ungefährlich, denn durch die Hornhaut können Risse entstehen, die sich immer tiefer in die Haut eingraben. Da die Hornhautbildung überwiegend an den Füßen auftritt, kann dies die Mobilität einschränken und jeden Schritt zu einer schmerzhaften Prozedur machen.

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Die Entstehung der Hornhaut


Hornhaut entsteht meistens durch eine dauerhafte Überbeanspruchung der Haut und zeigt sich deswegen meistens an den Füßen und Händen. Durch die Belastung wird der natürliche Abschuppungsprozess der toten Hautzellen an der äußersten Hautschicht gestört. Die toten Hautzellen können nicht mehr abgestoßen werden, sondern bleiben der Haut enthalten. An der entsprechenden Stelle verdickt sich die Haut und nimmt die typische gelbe Farbe an. Die gute Nachricht: Hornhaut entfernen ist heute keine Schwierigkeit mehr, sodass jeder gegen seine Hornhaut etwas tun kann.


Die Risikofaktoren


Menschen, die ihre Hände und Füße durch Leistungssport oder beruflich stark belasten, gehören zu den größten Risikogruppen. Dazu gehören beispielsweise Sportler wie Geher und Läufer sowie Förster, Bauarbeiter, Handwerker und Gärtner. Auch die natürliche Alterung begünstigt das Entstehen von Hornhaut, da die Haut mit der Zeit ihren natürlichen Feuchtigkeitsschutz verliert. Zu einer mangelnden Versorgung der Füße mit Feuchtigkeit trägt auch eine mangelnde Fußpflege bei, die zudem durch den Schmutz zu einer erhöhten Infektionsgefahr führt.

Problematisch für die Haut sind auch ein falsches Schuhwerk, eine falsche Ganghaltung sowie Übergewicht. Bei Übergewicht lastet generell ein zu großes Gewicht auf den Füßen. Zudem kann Übergewicht zu einer falschen Ganghaltung und Verformungen an den Füßen beitragen. In diesem Zusammenhang stehen Beschwerden wie der Fersensporn oder die sogenannten Hammerzehen.

Bei Diabetikern ist wiederum der Diabetische Fuß eine typische Folgeerkrankung. Diabetiker leiden an einer unzureichenden Nährstoffversorgung ihrer Nerven und Zellen, an einer schlechteren Durchblutung sowie an einem schwächeren Immunsystem. Dies führt zum einen zu einer erhöhten Gefahr von Fußverletzungen, weil Schmerzen als natürliches Warnsignal nicht mehr wahrgenommen werden. Zum anderen verlaufen durch das geschwächte Abwehrsystem Verletzungen an den Füßen schwerwiegender.


Vorbeugung


Besonders Menschen, die Hände und Füße stark belasten, sollten sich Gedanken machen, wie sie den Grad an Belastung reduzieren können. Für Handwerker stehen beispielsweise Schutzhandschuhe für die Hände während ihrer Arbeitszeit zur Verfügung, auf die sie aus Arbeitsschutzgründen das Recht haben. Auch passendes und atmungsaktives Schuhwerk hilft dabei, den Belastungen am Fuß entgegenzuwirken. Die richtige Ganghaltung kann zudem trainiert werden und gegen Übergewicht kann sportlich und diätetisch vorgegangen werden. Spezielle Hautcremes tragen zudem dazu bei, dass die empfindliche Haut wieder mit mehr Nährstoffen und Feuchtigkeit versorgt werden kann.

Füße, die ständig in Schuhwerk eingezwängt werden, freuen sich über eine Entlastung. Eine geeignete Therapie ist in einem solchen Fall das Barfußwandern, das besonders auf Sand und Gras wirksam ist. Durch das Barfußbaden werden die Nerven an den Füßen wieder sensibilisiert und aktiviert. Gestärkt werden auch die Muskulatur, die Durchblutung und die Beweglichkeit an den Gelenken.


Akutbehandlung


Hat sich die Hornhaut bereits an Händen oder Füßen breit gemacht, muss ebenfalls nicht davor kapituliert werden. Als ausgesprochen wohltuend für die Füße erweisen sich Fußbäder, besonders wenn das Wasser mit therapeutischen Zusätzen angereichert wird. Ein Salzanteil von 10 Prozent wirkt beispielsweise keimtötend. Auch andere Zusätze wie Apfelessig, Teebaumöl, Zitronensaft, Rosmarin und die Bergkiefer wirken sich wohltuend auf die Füße aus. Fußbäder mit Salbei wirken speziell gegen zu starkes Schwitzen, das ebenfalls die Entstehung von Schwielen an den Füßen begünstigt.

Für noch schnellere Ergebnisse kann die Hornhaut nach dem Fußbad abgeschmirgelt werden. Sehr schonend wird dabei mit einem Hornhautschwamm vorgegangen, der die oberen Schichten der Hornhaut löst. Etwas intensiver ist das Vorgehen bei einer Feile, während bei einer Raspel besonders aufgepasst werden sollte, nicht zu viele Hautschichten abzutragen. Dies kann schmerzhaft werden und bis zu einer temporären Bettlägerigkeit führen. Aus diesem Grund ist von einem Hornhauthobel dringend abzuraten. Ein Klassiker unter den Hornhautmitteln ist hingegen der Bimsstein, wobei es sich um spezielles poröses Vulkangestein handelt, das wegen seiner wunderbaren Fähigkeit der Hornhautbehandlung industriell abgebaut wird. Bereits in der Antike haben die Römer den Bimsstein zur Hornhautentfernung genutzt.

Autor: Wissen-Gesundheit Redaktion

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