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Wochenbett: Was Frauen nach der Geburt erwartet

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Das Baby ist endlich auf der Welt – doch was genau erwartet die Mutter nach der Entbindung? Das Wochenbett ist eine ganz besondere und wichtige Zeit, in der nicht nur die Mutter-Kind-Bindung entscheidend gefestigt wird, sondern auch wichtige Rückbildungsprozesse im Körper der Mutter einsetzen und sich dieser von den Anstrengungen der Geburt erholt.

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40 Tage Ruhe sind wichtig

Das Wochenbett dauert etwa sechs bis acht Wochen. In vielen Kulturen sind es 40 Tage, in denen sich alles um das Wohl der frischgebackenen Mutter und das ihres Babys dreht. „Wochenbett“ bedeutet dabei zwar nicht, dass die junge Mutter tatsächlich wochenlang im Bett bleiben muss. Doch Hebammen sind überzeugt: Nicht nur das Neugeborene, sondern auch die Wöchnerin sollte in der sensiblen Zeit nach der Entbindung umsorgt und von den Alltagspflichten befreit werden. Schließlich braucht die Mutter Zeit, um eine Beziehung zum Kind aufzubauen, sich nach der Geburt seelisch und körperlich zu regenerieren und sich auf ihre neue Rolle einzustellen.

Wochenfluss

Was ist der Wochenfluss? Wie stark ist er? Wie lange dauert er normalerweise? Darüber wird erst in der letzten Zeit vermehrt gesprochen. Dabei ist der Wochenfluss ein wichtiger Bestandteil des Wundheilungsprozesses der Gebärmutter nach der Geburt. Unabhängig davon, ob das Baby per Kaiserschnitt oder auf natürlichem Wege zur Welt kommt, tritt der Wochenfluss (auch Lochien genannt) bei allen Müttern auf. Es handelt sich dabei um eine Blutung, die zwischen zwei und acht Wochen dauern kann. Sie ist am Anfang besonders stark, nimmt mit der Zeit allmählich ab und wird zunehmend heller. Der Wochenfluss entsteht, da die Plazenta sich bei der Geburt von der Gebärmutterschleimhaut ablöst und eine Wunde hinterlässt, die Wundsekret absondert.

Geburtsverletzungen

Viele Frauen tragen durch die Entbindung Verletzungen davon, beispielsweise sogenannte Dammrisse. Gerade bei größeren Rissen, die genäht werden müssen, spüren manche Frauen hinterher Schmerzen, vor allem beim Sitzen. Berichte von solchen Verletzungen tragen dazu bei, dass manche Frauen vor einer normalen Geburt Angst haben und einen Kaiserschnitt in Erwägung ziehen. Doch da sich die Nahttechnik inzwischen stark verbessert hat, bereiten Dammverletzungen den Frauen immer seltener Schmerzen, so Dr. med. Klaus König, Gynäkologe aus Steinbach im Taunus. Sollte beispielsweise das Wasserlassen dennoch unangenehm oder schmerzhaft sein, helfen Sitzbäder oder Spülungen mit abgekühltem Kamillentee.

Beckenboden

Der Beckenboden hat während der Schwangerschaft und der Geburt einiges geleistet. Im Wochenbett ist es umso wichtiger, die geschwächte Muskulatur zu entlasten. Wöchnerinnen sollten deshalb nichts Schweres heben. Etwa zwei Wochen nach der Geburt können sie mit leichten Übungen zur Stärkung des Beckenbodens beginnen.

Baby-Blues

Statt überschwänglicher Freude und Glücksseligkeit sind viele Frauen einige Tage nach der Geburt eher traurig, ängstlich, gereizt und weinerlich. Diesen Zustand bezeichnet man auch als Baby-Blues. Wissenschaftler vermuten hinter dem Stimmungstief zum einen hormonelle Veränderungen, die die jungen Mütter erleben, zum anderen können auch Überforderung, Schlafmangel, Stillprobleme und übertriebene Erwartungen die anfängliche Freude trüben. Halten die Symptome wie Niedergeschlagenheit, Angst, innere Leere, Schuldgefühle oder zwiespältige Gefühle gegenüber dem Baby an, kann eine postnatale Depression vorliegen. In solchen Fällen ist es für die Frauen besonders wichtig, sich Hilfe zu suchen, zum Beispiel bei ihrer Nachsorgehebamme, dem Frauenarzt oder einem Psychotherapeuten. Das Universitätsklinikum in Frankfurt am Main beispielsweise hat außerdem eine Hotline eingerichtet, an die sich Betroffene wenden können.

Autor: Wissen-Gesundheit Redaktion

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