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Umstieg auf die E-Zigarette – was ist zu beachten?

pixabay / lindsayfox CC0 © pixabay / lindsayfox CC0

Der Sommer hat seinen Zenit schon überschritten und für Balkonraucher geht es bald wieder los: Die Entspannungszigarette wird zur Zitterpartie, es ist viel zu kalt, oft nass und einfach nur ungemütlich. So ist es wenig verwunderlich, dass so einige Raucher zum Herbst hin mit dem Gedanken spielen, den Glimmstängel gegen eine elektronische Zigarette auszutauschen. Weniger frieren, dafür Erdbeerduft beim »Rauchen« in der Wohnung, nicht wahr? Zudem deuten Studien durchaus darauf hin, dass der Genuss einer E-Zigarette wesentlich weniger gesundheitsschädlich ist, als das Ziehen an der qualmenden Tabakvariante. Trotzdem wäre das Aufhören natürlich besser, aber wenn das nicht geht, ist der Umstieg doch sinnvoll. Doch ist dabei etwas zu beachten?

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Wie steht es um die gesundheitliche Wirkung von E-Zigaretten?

»Gesund« und »weniger schädlich« sind zwei Begriffe, die rund um die E-Zigarette gerne verwechselt werden. Denn die E-Zigarette ist nicht gesund. Das ist ein Fakt. Dafür ist die E-Zigarette weniger schädlich als die Tabakvarianten:

  • Schadstoffe – eine normale Zigarette hat über 1.000 Schadstoffe, die mit jedem Atemzug in die Lunge aufgenommen werden. Teer und Kondensat sind nur die beiden bekanntesten Stoffe des Verbrennungsprozesses. Die E-Zigarette erhitzt nur und erzeugt Wasserdampf, der eingeatmet wird. Dieser besteht aus Wasser, vegetarischem Glycerin und PG, was alles Stoffe sind, die beispielsweise in Nebelmaschinen eingesetzt werden. Hinzu kommt, wenn es gewünscht wird, das Nervengift Nikotin.
  • Passivrauchen – die Zigarette hat den Nachteil, dass sie qualmt, sobald sie angezündet wird. Mitmenschen atmen einen Teil der Schadstoffe somit auch ein. Die E-Zigarette dampft nur, wenn sie angeschaltet ist und an ihr gezogen wird. Der Großteil der Schadstoffe wird nur vom Dampfer selbst eingeatmet.

Das allgemeine Risiko ist bei der Tabakzigarette größer und auch bestens erforscht. Genau hier liegt die Krux der E-Zigarette. Aktuelle Studien sagen zwar deutlich aus, dass das Risiko im Vergleich mit einer Tabakzigarette niedriger ist und größtenteils das Nikotin für etwaige Schäden verantwortlich ist, doch fehlen natürlich die Langzeittests. Ein Produkt, welches seit Jahrzehnten geprüft, getestet und erforscht wird, wird immer ausführlichere Studienergebnisse und Aufschlüsse über Langzeitschäden liefern, während ein Produkt, welches sich erst in den vergangenen zehn Jahren begann durchzusetzen, dieser Fülle an Ergebnissen mit Sicherheit für weitere zehn Jahre hinterherhinkt.

Umsteiger können also durchaus gesünder rauchen, doch sollten sie niemals denken, gesund zu rauchen.

Nikotin: Beim Umstieg eine große Hürde

Light, Medium, Strong – das ist die Auswahl des normalen Rauchers. Beim Umstieg auf die E-Zigarette gibt es für viele Menschen eine gewaltige Hürde, denn es ist nicht allzu einfach, die korrekte Nikotindosis zu bestimmen. Viele Menschen greifen wieder zur Tabakzigarette, da ihnen die E-Zigarette einfach nicht genug ist. Nachgefragt stellt man oft fest, dass das Problem im Nikotin zu finden ist:

  • Wirkung – generell wirkt das Nikotin einer E-Zigarette ein wenig anders. Wer wirklichen Schmacht hat, der wird nach einigen Zügen keine direkte Wirkung verspüren, da das Nikotin langsamer aufgenommen wird. Daher gilt, dass man bei der E-Zigarette lieber regelmäßig und immer wieder dampfen sollte, sodass sich überhaupt kein Schmacht einstellt.
  • Nebenwirkung – der Rauch einer Tabakzigarette ist kratzig und deutlich spürbar. Genau dieses massive Gefühl fehlt aber den meisten Liquids für E-Zigaretten. Somit glauben manche Umsteiger, dass bei ihrer elektrischen Zigarette überhaupt kein Dampf dahintersteckt.

Die Liquids von E-Zigaretten gibt es im Regelfall in vier Stärken. Die stärksten Liquids haben ungefähr 18 mg Nikotin, die mittleren 12 Milligramm, die schwachen Liquids liegen bei 6 Milligramm. Die vierte Variante ist das nikotinfreie Liquid. Eine entsprechende Auswahl bieten hier beispielsweise Avoria Liquids. Beim Umstieg wird empfohlen:

  • Starkes Liquid – es sollte immer zuerst das Liquid in der stärksten Variante genommen werden. Da Nikotin auch ein Geschmacksträger und Geschmacksverstärker ist, schmeckt das Liquid oft besser.
  • Nikotinfrei – von derselben Geschmacksrichtung wird nun ein nikotinfreies Liquid gekauft. Das Schöne an den Liquids ist, dass sie sich mischen lassen. Umsteiger können sich also mit der Zeit ihre eigene Stärke zusammenmischen. Ist beispielsweise nach einigen Monaten ein 12er-Liquid zu stark, aber ein 6er-Liquid zu schwach, kann ein guter Mittelweg gefunden werden.
  • Zwei E-Zigaretten – zugleich ist es sinnvoll, immer zwei E-Zigaretten dabei zu haben. Während in einer das starke Liquid drin ist, wird eine schwächere Version in die andere gefüllt.

Manche Liquids schmecken so gut, dass Dampfer gar nicht mehr aufhören können, an dem Gerät »zu nuckeln«. Das führt nicht selten zu einer Überdosierung von Nikotin. Auch hier bietet es sich an, eine zweite E-Zigarette mit wenig Nikotin im Liquid zu nutzen.

Weitere wichtige Aspekte

Es gibt mittlerweile unzählige Modelle auf dem Markt. Wer sich einmal in Foren umschaut, der findet zwar viel Hilfe, aber ebenso viele Informationen, die Erstumsteiger komplett überfordern. Zudem helfen die Angaben von »viel Dampf«, »viel Flash« Einsteigern gar nicht. Daher gilt: Wenn es im Bekanntenkreis einen Dampfer gibt, so sollten dort verschiedene Modelle getestet werden. Keine Sorge, die meisten Dampfer haben ohnehin mehrere Modelle zu Hause und zeigen sich gerne bereit, bei der Auswahl zu helfen. Alternativ sollte ein guter Dampfshop in der Stadt aufgesucht werden. Auch dort dürfen E-Zigaretten und Liquids ausprobiert werden.

Vieles hängt rein vom persönlichen Geschmack ab. Das gilt auch für die Geschmacksrichtung der Liquids, denn während »Blackberry« einem Dampfer wahnsinnig gut schmeckt, beschert das Liquid dem nächsten Dampfer Übelkeit und Halsschmerzen.

Fazit – Umstieg durchaus sinnvoll

Es darf wohl gesagt werden, dass die E-Zigarette in allen Belangen sinnvoller ist, als die typische Tabakzigarette. Es wird nichts verbrannt, sodass immer weniger Schadstoffe aufgenommen werden. Für die Gesundheit ist es jedoch nach wie vor am besten, das Rauchen komplett aufzugeben. Wer dies nicht schafft, kann mit der E-Zigarette zumindest zu einer vermeintlich weniger schädlichen Alternative greifen.

Dennoch sollten sich Umsteiger gut vorbereiten und sich dafür wappnen, zuerst ihren Weg bezüglich des Nikotins zu finden. Das Dampfen fühlt sich auch psychisch unterschiedlich an, sodass der Umstieg nicht ungemein leicht ist. Wer den Umstieg jedoch geschafft hat, der findet die Vorteile überall. Und spätestens, wenn der nächste Winter naht, dann dampft es sich hinter dem Fenster doch wesentlich besser, als auf dem Balkon.

Autor: Wissen-Gesundheit Redaktion

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