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Warum uns Zähneputzen vor Kopfschmerzen und Schlaganfällen schützt

pixabay / eler_ © pixabay / eler_

Wann waren Sie zuletzt beim Zahnarzt? Für viele ist diese Frage wenigstens unangenehm, wenn nicht sogar direkt mit Schuldbewusstsein verbunden. Während ein ausführliches Zahnpflegeritual und der halbjährliche Gang zum Zahnarzt in Kindheit und Jugend noch rigoros eingehalten wird, lassen viele Ältere die Arzttermine schleifen oder machen erst bei Beschwerden einen Termin. Die Gründe sind vielfältig: Stress, aber auch Angst vorm Zahnarzt oder ein schlechtes Gewissen, weil die tägliche Zahnpflegeroutine nicht immer gründlich eingehalten wurde, erschweren den Gang in die Praxis. Auch mögliche Risiken werden unterschätzt – die beschränken sich nämlich nicht nur auf empfindliches Zahnfleisch und verfrüht ausfallende Zähne. Schmerzen an verschiedenen Bereichen des Körpers und sogar lebensgefährliche Krankheiten können die Folge sein.

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Vom Kiefer ins Ohr

Der Zahnarztbesuch gehört genauso essenziell zur Gesundheitsvorsorge wie die Krebsvorsorge und Impfpass-Check. Gesundes Zahnfleisch beugt nicht nur Zahnschmerzen und Zahnverlust vor – Probleme im Mundraum können sich auf viele verschiedene Aspekte des körperlichen Wohlbefindens auswirken. Tatsächlich sind medizinische Felder enger miteinander verwoben, als den meisten bewusst ist. So der Fall einer Patientin in der Bundeshauptstadt, die vom HNO Arzt an einen Kieferchirurg aus Berlin überwiesen wurde. Der Grund ihrer Ohrenschmerzen lag nicht im Mittelohr selbst, sondern in der verspannten Kaumuskulatur, die Zähneknirschen und in der Folge Schmerzen im Mittelohr verursachte. Eine Aufbissschiene löste die Problematik, die Beschwerden verschwanden. Das Zähneknirschen hätte bei einem regulären Zahnarztbesuch schon früher entdeckt werden können.

Schmerz überträgt sich in andere Regionen

Eine der wichtigsten Erkenntnisse in der Schmerztherapie: Nicht behandelter Schmerz führt zu Fehlhaltungen und darum zu weiteren Schmerzen. Zahnschmerzen bilden dabei keine Ausnahme. So kann eine Schonhaltung beim Kauen, wie sie bei empfindlichen Zähnen üblich ist, zu Verspannungen im Rücken und Nacken führen. Auch chronische Migräne kann ihre Ursache in einer Fehlhaltung des Kiefers haben. Selbst Knieschmerzen werden gelegentlich mit Kieferproblemen in Verbindung gebracht. Wer Beschwerden im Mundraum ignoriert, riskiert darum Folgeschäden, die sich auf den ganzen Körper auswirken können.

Teils fatale Risiken

Die gefährlichsten Folgen mangelnder Mundhygiene drohen bereits, lange bevor der Zahnschmerz einsetzt: Entzündungen des Zahnfleisches erhöhen das Risiko für ein breites Spektrum an Erkrankungen. Der Grund: Bei einer Entzündung werden Stoffe freigesetzt, die Bakterien töten, aber auch Arterien schädigen können. Das führt gegebenenfalls zu Arteriosklerose, was das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko erhöht. Der Effekt ist gut belegt: So dokumentierte eine Studie von Wissenschaftlern in Louisville eine eindeutige Korrelation zwischen bei Parodontose im Mundraum vorkommenden Bakterien und dem Auftreten eines Schlaganfalls. Der Zusammenhang wurde seitdem auch von anderen Studien bestätigt. Demnach reduziert eine professionelle Zahnreinigung das Schlaganfallrisiko um fast 50 Prozent. Ist die Keimdichte im Mund sehr hoch, können die Keime zudem die Atemwege befallen. Im Extremfall droht eine Lungenentzündung. Parodontitis kann den Blutzuckerspiegel aus dem Gleichgewicht bringen und steigen lassen. In der Folge steigt die Wahrscheinlichkeit, eine Diabetes auszubilden. Diabetiker wiederum neigen eher zu Entzündungen, was das Risiko für Folgeerkrankungen weiter ansteigen lässt.

Regelmäßiger Gang zum Zahnarzt wichtig

Nicht jede Entzündung macht sich sofort durch Schmerz bemerkbar. Hier hilft also nur der regelmäßige Gang zum Zahnarzt. Empfohlen wird weiterhin, zweimal täglich mit sanftem Druck Zähne zu putzen sowie regelmäßig Zahnseide und chlorhexidinfreie Mundspülung zu benutzen. Mundgeruch kann ein Hinweis auf eine hohe Bakteriendichte im Mundraum sein. Spezielle Zungenschaber entfernen Belag effektiv und reduzieren so die Menge an Keimen im Mund. Wer all diese Regeln befolgt, kann sich langer Zahngesundheit erfreuen: Das sorgt nicht nur für ein strahlendes Lächeln, sondern fördert auch die allgemeine Gesundheit.

Autor: Wissen-Gesundheit Redaktion

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