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Übersäuerung des Körpers

pixabay / dbreen © pixabay / dbreen

Es kommt gar nicht so selten vor, dass Menschen einen unausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt aufweisen. Bei der Bezeichnung handelt es sich um eine Zusammenfassung der physiologischen Regelmechanismen. Sie sind dafür zuständig, die Protonenkonzentration und damit den ph-Wert konstant zu halten. Unser oft stressiger Alltag, zu wenig Bewegung und eine ungesunde Ernährung sind häufig der Grund einer Übersäuerung des Körpers. Er ist ständig um eine Regulierung des Säure-Basen-Gleichgewichts bemüht. Um es ggfls. wiederherzustellen, beteiligen sich der Ausscheidungsmechanismus der Nieren, der Gasaustausch in der Lunge sowie Puffereigenschaften des Gewebe und Blutes. Sind diese Kapazitäten erschöpft, sammeln sich zu viele saure Stoffwechselprodukte im Blut an. Dadurch gerät der Säure-Basen-Haushalt durcheinander. Eine Übersäuerung ist gegeben, wenn der ph-Wert unter 7,35 liegt.

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Rolle der Ernährung bei Übersäuerung

Ein ungesunder Lebenswandel, darunter Alkohol- und Nikotinkonsum, kann zu einer Übersäuerung führen. Darüber hinaus sind vermehrt Menschen betroffen, die sich einseitig mit vielen säurebildenden Lebensmitteln ernähren. Dazu zählen unter anderem Fleisch-, Wurst-, Soja- und Milchprodukte, Eier, Fisch, Hülsenfrüchte, Zucker, Süßigkeiten, gehärtete Fette sowie Teig- und Backwaren. Gleichfalls können synthetische Zusatz-, Farb-, Konservierungs- und Süßstoffe sowie Geschmacksverstärker zu einem übersäuerten Körper führen. Eine Ernährungsumstellung kann Abhilfe schaffen, zudem sollte auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden.

Unserem Verdauungstrakt kommen außerdem Bitterstoffe zugute. Sie waren früher in vielen Gemüse- und Obstsorten sowie Hülsenfrüchten enthalten. Die Lebensmittelindustrie prägte jedoch den Geschmackssinn der Bevölkerung um. Heute schmecken uns süße, salzige, saure und scharfe Produkte – herb ist out. Bitterstoffe sind jedoch bestens geeignet, um unseren Säuregehalt im Magen zu regulieren und Magensäureblocker zu ersetzen. Da sie heute kaum noch in Nahrungsmitteln beinhaltet sind, wurden natürliche Mittel konzipiert. Auf dem Markt sind Bitterstoffe in Tropfen-, Pulver-, Spray- oder Gelform. Grundsätzlich sind sie zum Zwecke der Gesunderhaltung für alle Menschen zu empfehlen. Traditionell kommen sie beispielsweise zur Appetitbekämpfung auf Süßes, Kopfschmerzen und Verdauungsbeschwerden zum Einsatz.

Krankheiten als Ursachen einer Übersäuerung

Es gibt verschiedene Auslöser für eine Übersäuerung, die sogenannte Azidose. Die Ursachen können sowohl atmungs- als auch stoffwechselbedingt sein. Eingeteilt wird die Störung in respiratorische und metabolische Azidose.

Respiratorische Azidose

Sie kommt häufiger vor. Hypoventilation, eine verminderte Atmung, ist für die Übersäuerung verantwortlich, wobei das Körpergewebe mit zu wenig Sauerstoff versorgt wird. Beispielsweise Lungenerkrankungen, Rippenbrüche, die Atmungseinschränkungen nach sich ziehen, und eine Lähmung des Atemzentrums im Gehirn können eine Übersäuerung auslösen.

Metabolische Azidose

Nur selten taucht  die metabolische Azidose, die stoffwechselbedingt ist, beim Menschen auf. Als Verursacher kommen unter anderem eine außer Kontrolle geratene Zucker- oder chronische Nierenerkrankung infrage. Ein häufiger Begleiter ist die Übersäuerung auch von schweren Durchblutungsstörungen, einem Schock, Herzstillstand und diabetischem Koma. Begünstigend können außerdem die Einnahme von harntreibenden Mitteln oder ein länger währender Durchfall sein.

Symptome atmungsbedingter Übersäuerung

Häufigste Anzeichen sind ein Blutdruckanstieg, Atemnot und Herzrasen. Bei zahlreichen Betroffenen färben sich die Lippen leicht blau. Weitere Symptome können Koma, Verwirrungs- und Schwächezustände sein. Liegt eine respiratorische Azidose vor, versucht der Körper, die Übersäuerung über die Nieren zu regulieren. Dies führt zu einem vermehrten Ausscheiden saurer Stoffwechselprodukte. Häufigeres Wasserlassen ist die Folge. Schaffen die Nieren den Ausgleich nicht und erfolgen keine therapeutischen Gegenmaßnahmen, sinkt der pH-Wert weiter ab, was den Tod des Patienten nach sich zieht.

Symptome stoffwechselbedingter Übersäuerung

Ein auffallendes Zeichen der metabolischen Azidose ist eine übermäßig tiefe und starke Atmung, die sogenannte Kußmaulatmung. Grund dafür ist der Versuch des Körpers, der Übersäuerung entgegenzutreten, und zwar in Form einer vermehrten Ausatmung von saurem Kohlenstoffdioxid. Es gibt zudem eine Sonderform der stoffwechselbedingten Azidose: die diabetische Ketoazidose. Ein zusätzliches Symptom dieser Variante ist ein nach Aceton riechender Atem. Die metabolische Übersäuerung geht mit einer Ansammlung von zu vielen sauren Stoffwechselprodukten im Blut, z.B. begründet durch Insulin- oder Sauerstoffmangel, einher. Infolge unterliegen die Puffersysteme einer Überbelastung, der pH-Wert sinkt schlagartig, Lebensgefahr kann bestehen.

Wie stellt der Arzt eine Übersäuerung fest?

Aufschluss über das Vorhandensein gibt eine Blutgasanalyse. Je nach Bicarbonatwerten und den Messergebnissen eines Kohenstoffdioxid-Partialdrucks diagnostiziert der Arzt entweder eine atmungs- oder stoffwechselbedingte Azidose.

Behandlungsmöglichkeiten

Wer vorbezeichnete Symptome aufweist, sollte umgehend den Notarzt alarmieren. Er wird sofortige Gegenmaßnahmen eingreifen, die zum Abbau der überschüssigen Säure und damit Linderung der Symptome führen. Des Weiteren muss die Ursache für die Azidose beseitigt werden.

Autor: Wissen-Gesundheit Redaktion

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