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Nagelpilz – warum er unbedingt behandelt werden muss

pixabay / Pexels © pixabay / Pexels

Oft denkt man, die Fußnägel sind etwas glanzlos geworden: das ist wohl nur ein Altersphänomen. Das es sich hierbei aber um eine hartnäckige Pilzinfektion handeln kann, wird dabei übersehen. Nagelpilz (med.: Nagelmykose, Onychomykose) ist eine weit verbreitete und die am häufigsten vorkommende Nagelerkrankung. Sie kann nicht von selbst heilen und sollte daher in jedem Fall medikamentös behandelt werden.

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Ursachen für eine Nagelpilzinfektion

Die Erreger von Nagelpilz sind in den meisten Fällen Dermatophyten (Fadenpilze), die sich in der Haut einnisten und dort vom Keratin der Nägel und Haut leben. Seltener sind Schimmel- oder Hefepilze für eine Infektion verantwortlich.

Meistens sind die Zehennägel betroffen (viermal häufiger als Fingernägel). Das liegt daran, dass an den Füßen häufig das bessere Wachstumsklima für die Parasiten herrscht. Wärme und Feuchtigkeit wird von den Pilzen bevorzugt und enge, luftundurchlässige Schuhe bieten den Erregern genau das. Ein weiterer Punkt, dass die Füße mehr betroffen sind als die Hände: Mikroverletzungen durch Druckbelastungen (beim Sport) oder eine vorausgehende Fußpilzerkrankung.

Nagelpilz ist ansteckend und wird häufig an Orten übertragen, an denen man barfuß läuft. Beispiele hierfür sind Duschen in Sportanlagen, Umkleidekabinen, Schwimmbäder oder Hotelzimmer. Hier sollte man immer Badeschlappen oder Socken tragen, um sich zu schützen. Eine andere Übertragungsmöglichkeit ist eine direkte Kontaktinfektion mit einer infizierten Person.

Symptome von Nagelpilz

Die Infektion fängt oft am großen Zeh an und kann unbehandelt auch umliegende Fußnägel befallen. Angefangen am Rand des Nagelbettes breitet er sich unter der Nagelplatte aus.

Der betroffene Nagel verfärbt sich weißlich bis gelblich-braun und wird glanzlos. Im späteren Stadium verdickt er sich, fängt an zu bröckeln und hebt sich langsam vom Nagelbett ab. Dadurch kann sich das Nagelbett entzünden und das kann sehr schmerzhaft werden. Das Endstadium ist erreicht, wenn sich der Nagel komplett vom Nagelbett ablöst und es zum vollständigen Verlust des Nagels kommt.

Um es nicht so weit kommen zu lassen sollte man so früh wie möglich mit der richtigen Behandlung beginnen.

Behandlungsmöglichkeiten

Um die lästige Infektion Nagelpilz wieder loszuwerden, ist eine konsequente Behandlung notwendig. Leider heilt eine Nagelpilzinfektion nicht von selbst und die Behandlung ist sehr langwierig. Man muss abwarten, bis der betroffene Nagel vollständig neu und gesund nachgewachsen ist. Bei Fingernägeln dauert die Therapie im Durchschnitt 6 Monate, bei Fußnägeln 9 - 12 Monate.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten eine Nagelmykose zu behandeln:

Zum einen die äußerliche Behandlung mit antimykotischen (pilzabtötenden) Nagellacken oder Cremes, zum anderen die innerliche Behandlung mit Tabletten oder Kapseln. Die Medikamente für den äußerlichen Gebrauch sind verschreibungsfrei und können ohne Rezept vom Arzt in der Apotheke gekauft werden.

Präparate für die äußerliche Behandlung von Nagelpilz:

  • Wasserlöslicher antimykotischer Nagellack
  • Wasserfester antimykotischer Nagellack
  • Antimykotische Creme mit Harnstoff

Wirkstoffe für die innerliche Behandlung:

  • Terbinafin
  • Fluconazol
  • Itraconazol

Wenn mehr als 2 Nägel, über die Hälfte einer Nagelplatte oder die Nagelwurzel betroffen ist, sollte ein Arzt aufgesucht werden. In diesen Fällen ist es sehr wahrscheinlich, dass eine äußerliche Behandlung nicht mehr ausreicht und der Arzt zusätzlich noch Tabletten oder Kapseln zum Einnehmen verschreibt. Der Arzt nimmt eine Nagelprobe und kann durch verschiedene Untersuchungen herausfinden, um welchen Erreger es sich handelt und so den passenden Wirkstoff raussuchen.

Wenn diese Therapieoptionen nicht zum Ziel führen, der Nagelpilz schon zu hartnäckig festsitzt und die Nebenwirkungen bei Tabletten oder Kapseln zu stark sind, kann der Arzt die Infektion auch mit einem Laser therapieren.

Die Laserbehandlung ist sehr nebenwirkungsarm und verursacht keine Schmerzen, da der Pilz gezielt entfernt wird und der gesunde Teil des Nagels verschont bleibt. Eine häufig verwendete Laserart ist der PinPointe Footlaser.

Nachteil der Lasertherapie sind die hohen Kosten der Behandlung, die nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen wird.

Weitere Informationen rund um die Nagelpilzbehandlung sind auf der Internetseite von OTC Beratung zu finden.

Wie kann man Nagelpilz vorbeugen?

Um es erst gar nicht so weit kommen zu lassen, kann man ein paar einfache Tipps befolgen und den unangenehmen Pilzerreger von seinen Nägeln fernhalten.

  • Atmungsaktive Schuhe und Socken tragen
  • Regelmäßig Schuhe wechseln, damit sie nach dem Tragen vollständig trocknen können
  • Socken und Handtücher bei mindestens 60°C waschen oder Hygienespüler verwenden
  • An öffentlichen Orten Badeschuhe oder Socken tragen
  • Immer eigenes Nagelpflegeset verwenden und Nägel kurzhalten
  • Nach dem Duschen Füße gründlich abtrocknen, wenn nötig trockenföhnen
  • Schuhe und Socken mit Desinfektionsspray desinfizieren 
Autor: Wissen-Gesundheit Redaktion

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