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Heuschnupfen und andere Arten der Allergie: So kommen Sie beschwerdefrei durch den Sommer

pixabay / cenczi © pixabay / cenczi

Es fängt im Januar an, hat seiner Hoch-Zeit im Frühling und Frühsommer, dehnt sich aber bei manchen tatsächlich das ganze Jahr über aus: Heuschnupfen und Allergien können den Alltag zur Tortur machen. Juckende Nase und tränende Augen sind die häufigsten Allergiebeschwerden. Jeder kennt jemanden der Heuschnupfen hat oder leidet selbst unter den unangenehmen Symptomen. In Deutschland leiden einige Millionen Menschen unter Pollenallergie.

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Die Nase kribbelt, die Augen tränen. Grund kann eine Pollenallergie sein.

Welche Allergene lösen Allergien aus?

Es gibt zahlreiche Bäume und Gräser, die für Allergien sorgen können. Wenn die Pollen erst einmal in der Luft sind, verbreiten sie sich praktisch überall hin. Wer auf Pollen allergisch reagiert, hat kaum eine Chance, der Belastung zu entkommen. Dann helfen häufig nur noch verschiedene Allergiemittel, um die Beschwerden zu lindern. Ansonsten gilt nur, Belastungen möglichst zu meiden. Die folgende Übersicht des Pollenflugkalenders soll dabei helfen, die Belastungen unterschiedlicher Allergene auf einen Blick zu sehen. Die Übersicht ist reduziert auf 10 häufige Allergie-Auslöser.

Pflanze Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Hasel                        
Erle                        
Pappel                        
Weide                        
Esche                        
Ulme                        
Linde                        
Gräser                        
Wegerich                        
Brennessel                        

Wer besonders empfindlich ist und zum Beispiel auf Hasel, Linde und Wegerich reagiert, ist das ganze Jahr über belastet. Die Belastungen drücken sich in unterschiedlicher Art und Weise und mit verschieden starker Intensität aus.

Welche Heuschnupfen-Symptome gibt es?

Typische Symptome für Heuschnupfen sind vor allem Niesen und eine ständig laufende Nase. Das Sekret fließt einfach aus der Nase heraus, ohne dass Betroffene etwas dagegen machen können. Auch stellt sich ein unangenehmes Jucken der Augen ein. Im Zusammenhang damit kommt es vermehrt zu Bindehautentzündungen, besonders bei hoher Pollenbelastung. Allergiker leiden unter einer kribbelnden Nase und unter Stichen und Trockenheit in den Augen.

Die Symptome wirken erschöpfend und so wundert es nicht, dass viele Allergiker ständig müde sind. Diese Müdigkeit wirkt sich auf die Leistungsfähigkeit aus. Wer mit Heuschnupfen und Allergien zu kämpfen hat, leidet oft auch unter Konzentrationsstörungen. Schüler, Studierende, Berufstätige und andere bemerken die sinkende Lernfähigkeit.

Der Wind streicht an Blütenständen vorbei und nimmt die Pollen und Sporen mit. Sie verteilen sich unkontrolliert in der Luft und dringen durch jede Ritze in die Wohnung ein.

Die Dauer der Symptome wird von den Rahmenbedingungen bestimmt. Zum einen kommt es auf die individuelle Empfindlichkeit gegen eine bestimmte Pollenart an. Ein anderer Aspekt ist der Zeitfaktor. Je länger ein Allergiker mit allergieauslösenden Pollen in Kontakt ist, desto intensiver, stärker und länger halten die Symptome an. Der obenstehende Pollenkalender zeigt einen Ausschnitt typischer Allergene. Wer weiß, gegen welche Auslöser die Allergie besteht, kann sich auch zeitlich entsprechend vorbereiten.

Kurzfristige Hilfe für Allergiker: Allergiepräparate

Antihistaminika ist die Bezeichnung für eine Medikamentengruppe, die die Symptome bei Allergien abgemildert. Manche der Präparate wirken genau dort, wo sie eingesetzt werden: in der Nase in den Augen oder auf der Haut. Andere Antihistaminika werden in Tablettenform, als Saft oder in Tropfenform zur Einnahme gereicht und entfalten ihre Wirkung zeitverzögert. Eine gut sortierte Apotheke bietet eine Auswahl von Allergiemitteln und unterscheidet dabei in Präparate für Kinder, Erwachsene und Schwangere. Nasensprays, Nasenduschen mit Nasenspülsalz oder Nasensalben sollen bei Heuschnupfen Erleichterung bringen. Sie dienen zudem als adäquates Mittel gegen Hausstauballergie. Auch Mittel zum äußerlichen Auftragen, wie Hautcremes oder Sprays, können für schnelle Linderung sorgen. Wer sich unsicher ist, welches Präparat am besten geeignet ist, nutzt den Beratungsservice eines erfahrenen Apothekers. Online Apotheken bieten die telefonische Beratung immer an. Wenig sinnvoll ist es, sich unüberlegt mit verschiedenen Präparaten einzudecken. Der Körper braucht schließlich schnelle Hilfe und das geht am besten, wenn das Präparat optimal zu den Symptomen passt.

Langfristige Hilfe gegen Heuschnupfen und Allergien: Hyposensibilisierung

Es gibt im Prinzip nur eine einzige Therapie, mit der allergische Reaktionen für immer der Vergangenheit angehören. Betroffene müssen sich sensibilisieren lassen. Die sogenannte Hyposensibilisierung wird auch spezifische Immuntherapie (SIT) oder Desensibilisierung genannt. Die Behandlung ist langfristig und läuft über mehrere Jahre. Das Immunsystem wird auf diese Weise Schritt für Schritt an die Allergene gewöhnt. Die heftige Abwehr-Reaktion bleibt mit der Zeit aus. Geeignet ist diese Therapie bei Allergien, die durch Allergene der Klasse E (Immunglobulin E = IgE) ausgelöst werden.

So funktioniert Hyposensibilisierung

Das Allergenextrakt wird in den Oberarm gespritzt. Die Dosis wird Schritt für Schritt erhöht. Das Immunsystem gewöhnt sich an das Allergen und regelt seine Reaktionen herunter. Auf diese Weise kann einer fortschreitenden Erkrankung entgegengewirkt werden. Sogar Asthma lässt sich damit aufhalten.

Maßnahmen im Alltag: So kommen Allergiker durch die Belastungsphasen

Abgesehen von der Hypersensibilisierung können Betroffene Allergiker im Alltag einiges tun, um die Pollenbelastung zumindest in den eigenen vier Wänden und im eigenen Alltag zu minimieren. Falls die Allergie bereits aufgetreten ist, besteht die Erste-Hilfe-Maßnahme im Ausweichen. Allergiker sollten sich stets auf dem Laufenden halten, was die Pollenflugzeiten „ihres“ Allergens angeht. Genauso, wie es Wettervorhersagen gibt, gibt es Pollenflugvorhersagen. Praktische Smartphone-Apps wie die App namens „Pollen“ helfen dabei, das Auftreten der individuellen Allergie zeitlich einzukreisen und den eigenen Tagesablauf entsprechend zu planen. So wird es möglich, Freizeitaktivitäten und unvermeidbare Ausflügle nach draußen mit Blick auf die Pollenflugzeiten besser zu koordinieren.

Morgen auf dem Land, abends in der Stadt hohe Pollenbelastung

Grundsätzlich ist der Pollenflug in ländlichen Gebieten morgens am stärksten. In der Stadt hingegen ist es umgekehrt, dort ist die Pollenflugbelastung am Abend stärker. Betroffene sollten das bedenken, wenn sie ihre Wohnung lüften. Folgende 10 Tipps helfen dabei, die Pollenbelastung im eigenen Alltag aktiv zu senken:

  1. Pollenschutzfilter im Auto einbauen
  2. in der Wohnung wenige Textilien offen liegen lassen, in denen sich Pollen verfangen können; Teppiche aus demselben Grund aus der Wohnung entfernen
  3. Wäsche drinnen trocknen
  4. nicht im Schlafzimmer entkleiden, um die Pollen dort nicht zu verbreiten
  5. Kleidung nicht im Schlafzimmer aufbewahren
  6. Saug-Wischroboter einsetzen, der permanent Staub und Pollen aufnimmt, ohne diese aufzuwirbeln
  7. abends Haare waschen, um Pollen zu entfernen
  8. tagsüber Sonnenbrille tragen, um Pollen teilweise von den Augen abzuhalten
  9. ausreichend trinken, um Schleimhäute stets feucht zu halten; erhöht die Schutzfunktion
  10. nicht rauchen, das greift die Abwehrkräfte und Atemwege an

Neben diesen Tipps sollten Allergiker grundsätzlich ein gesteigertes Maß an Hygiene in ihrem Haushalt an den Tag legen. Wer gegen Pollen allergisch ist sollte zwar weitgehend auf den Einsatz von Wohntextilien verzichten, doch Gardinen zu Dekorationszwecken, Kissenhüllen und Bettbezüge sind natürlich weiterhin vorhanden. Besonders in den starken Allergiezeiten ist deshalb ein regelmäßiges Wechseln der Textilien ratsam.

Gesunde Ernährung unverzichtbar

Nicht zuletzt sollten Allergiker auf ihre Gesundheit achten. Eine abwechslungsreiche Ernährung, die alle nötigen Vitamine, Ballaststoffe und Spurenelemente bringt, stärkt das Immunsystem. So lassen sich Allergieschübe besser bewältigen.

Autor: Wissen-Gesundheit Redaktion

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