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Hinweise und Indikatoren für Alzheimer

pixabay / sabinevanerp CC0 © pixabay / sabinevanerp CC0

Die Menschen in Deutschland werden immer älter. Wer im 19. Jahrhundert geboren wurde, war bereits froh, wenn er das 50. Lebensjahr noch erlebte. Eine Frau, die heute 50 Jahre alt ist, kann hingegen davon ausgehen, noch durchschnittlich weitere 38 Jahre zu leben. Selbst 100 Jahre sind heute keine Seltenheit. Das ist grundsätzlich eine erfreuliche Entwicklung. Leider steigt in diesem Zusammenhang aber auch die Anzahl jener Menschen, die an Alzheimer erkranken.

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Was ist Alzheimer?

Die Krankheit ist nach dem Arzt Alois Alzheimer benannt, der sie im Jahr 1906 erstmals entdeckte. Sie gilt als unheilbar und schreitet im Verlauf immer weiter fort. Alzheimer führt dazu, dass die geistige Leistungsfähigkeit ständig abnimmt. Damit einher geht auch eine Veränderung der Persönlichkeit.

Der Grund dafür ist, dass sich im Gehirn Eiweißablagerungen bilden und so die Gehirnzellen nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden können.

Wenn im Alltag von Alzheimer gesprochen wird, ist grundsätzlich von einer Demenz-Erkrankung die Rede. Insgesamt gibt es jedoch über 50 unterschiedliche Formen von Demenz und Alzheimer ist nur eine davon. Mit 60 Prozent aller Fälle ist die Alzheimer Demenz allerdings die mit Abstand am Häufigsten auftretende Form der Krankheit. In Deutschland leiden aktuell rund 1,2 Millionen Menschen an Alzheimer.

Woran ist eine Erkrankung zu erkennen?

Zunächst einmal ist folgende Klarstellung wichtig: Das Erinnerungsvermögen lässt bei vielen Menschen im Alter nach. Das Gedächtnis funktioniert im Laufe der Zeit einfach schlechter und ältere Leute haben vor allem Schwierigkeiten damit, sich neu gelernte Informationen zu merken. Das ist Teil des natürlichen Alterungsprozesses und hat nichts mit einer speziellen Alzheimer Demenz zu tun.

Bei einer Erkrankung an Alzheimer sterben vorrangig die Nervenzellen in der Hirnrinde ab. Diese sind vor allem für die Orientierung, die Sprache und die allgemeine Gedächtnisleistung zuständig. Somit ergeben sich die folgenden Indikatoren für eine Erkrankung:

  • Das Kurzzeitgedächtnis ist beeinträchtigt. Betroffene vergessen beispielsweise schnell, was man ihnen erst vor wenigen Minuten erzählt hat.
  • Es entstehen Schwierigkeiten dabei, Zeiträume einzuschätzen und die räumliche Orientierung zu bewahren.
  • Oft werden Gegenstände verlegt und finden sich dann an ungewöhnlichen Orten wieder, wo man sie unter „normalen“ Umständen nie abgelegt hätte.
  • Auch die Sprache leidet unter der Erkrankung. Der Wortschatz verringert sich und Betroffene haben Probleme damit, Gesprächen zu folgen. Oft finden sie nicht mehr die richtigen Worte, um Situationen zu beschreiben oder wiederholen sich ständig.
  • In weiterer Folge verändert sich auch die Persönlichkeit. Alzheimer-Patienten haben Schwierigkeiten dabei, Entscheidungen zu treffen. Eine typische Auswirkung davon ist der Umgang mit Geld. Viele Betroffene schmeißen es nahezu zum Fenster hinaus. Sie ziehen sich immer weiter aus dem sozialen Leben zurück und meiden aufgrund ihrer Erkrankung die Gesellschaft.

Warum erkranken Menschen an Alzheimer?

Die Forschung hat auf diese Frage noch keine eindeutigen Antworten. Als nahezu erwiesen gelten allerdings Einflussfaktoren wie erbliche Vorbelastungen, Umwelteinflüsse, der persönliche Lebensstil und altersbedingte Veränderungen des Gehirns.

Stress, Kummer und Sorgen können ebenfalls ein wesentlicher Faktor bei der Erkrankung sein. Zwar gelten sie nicht als Auslöser, sie können aber den Ausbruch begünstigen.

Auch Vorerkrankungen wie beispielsweise Diabetes, Schlaganfälle oder hohe Cholesterinwerte gelten als Risikofaktoren.

Welche Maßnahmen sind im Falle eines Krankheitsverdachts sinnvoll?

Wenn der Verdacht auf eine Erkrankung besteht, sollte so schnell wie möglich ein Arzt konsultiert werden. Die Krankheit gilt zwar nach wie vor als unheilbar, dennoch ist eine frühe Diagnose von entscheidender Bedeutung, um einen optimalen Verlauf gewährleisten zu können.

Die Diagnose wird von den entsprechenden Fachärzten gestellt. Dazu gehören Neurologen, Radiologen und Psychiater. Im Rahmen der Untersuchung werden unterschiedliche Testverfahren angewendet:

  • Proben von Blut und Urin
  • Eine Positronen-Emissions-Tomografie
  • Anamnese (Frage nach Vorerkrankungen, Medikamente etc.)
  • Körperliche Untersuchungen
  • Gentests, um erbliche Vorbelastungen zu erkennen
  • Tests zur Überprüfung der Sprachfähigkeit, des Urteilsvermögens und des Kurzzeitgedächtnisses

Das ist wichtig, um eine voreilige Diagnose zu vermeiden. Denn die auftretenden Symptome könnten beispielsweise auch durch Vitaminmangel oder Nebenwirkungen von Medikamenten hervorgerufen werden. Erst wenn die typischen Symptome zumindest ein halbes Jahr erkennbar sind, kann die Diagnose eindeutig gestellt werden.

Autor: Wissen-Gesundheit Redaktion

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