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Schlafstörungen – woher sie kommen und was man dagegen tun kann

pixabay / DieterRobbins © pixabay / DieterRobbins

Eine hohe Zahl findet sich in Deutschland in Bezug auf behandlungsbedürftige Schlafstörungen: Im Durchschnitt 15 Prozent der erwachsenen Bevölkerung ist betroffen. Sie treten sowohl als Einschlaf- und Durchschlafstörungen als auch Tagesschläfrigkeit (verschiedene Arten) sowie schlafbezogene Bewegungs- und Atmungsstörungen auf.

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Wann liegt eine Schlafstörung vor?

Fast jeder Erwachsene hatte in seinem Leben zumindest über einige Tage schon einmal Schlafprobleme. Sie können durch eine Krankheit wie Erkältung und Grippe, belastende Situationen sowie stressige Lebensphasen begründet sein. In der Regel sind sie harmlos, d.h., nach verhältnismäßig kurzer Zeit verschwinden sie wieder. Bei einer Schlafstörung, die mindestens drei bis vier Wochen auftritt, sollte man jedoch aufmerksam werden. Gleich, ob sie körperlich oder psychisch bedingt ist, Betroffene sind in ihrer Leistungsfähigkeit deutlich eingeschränkt. Sie sollten in jedem Fall die Ursache abklären lassen, denn die daraus resultierende schlechte Tagesbefindlichkeit kann zu Unfällen führen und die soziale Kompetenz beeinträchtigen.

Hauptgruppen von Schlafstörungen

Je nach Beschwerden teilen Experten die insgesamt über 80 verschiedenen Schlafstörungen in acht Hauptgruppen ein.

Insomnien

Unter diese Bezeichnung werden Ein- und Durchschlafstörungen, chronisch nicht erholsamer Schlaf und frühmorgendliches Erwachen eingeordnet. Zu den Folgen gehören unter anderem Anspannung, Aufmerksamkeits- oder Gedächtnisprobleme, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Stimmungsbeeinträchtigungen. Insomnien sind unter den Schlafstörungen am häufigsten verbreitet. Das körpereigene Hormon Melatonin spielt eine wichtige Rolle bei der Regulation des Schlaf-Wach-Rhythmus. Es sorgt für ein Müdigkeitsempfinden und hilft uns, einzuschlafen. In manchen Fällen ist jedoch der der körpereigene Melatoninspiegel beeinträchtigt. Dies führt insbesondere zu Einschlafstörungen. Für ein besseres und schnelleres in den Schlaf sinken kann man das Schlafhormon Melatonin einnehmen. Im Handel gibt es ein Mittel in Kapselform mit natürlichen Substanzen und dem körpereigenen Hormon Melatonin. Es wurde von Gesundheitsexperten als Nahrungsergänzungsmittel entwickelt und ist auch für Menschen mit Gluten- oder Laktoseintoleranz geeignet.

Hypersomnien mit zentralnervösem Ursprung

Wer an Hypersomnie leidet, weist in der Regel keine Störung des Tag-Nacht-Rhythmus auf. In erster Linie besteht das Problem in einem übermäßigen Schläfrigkeitsgefühl tagsüber. Es tritt zutage, obwohl sich an der nächtlichen Schlafmenge nichts geändert hat und der Betroffene nachts die benötigten Stunden schläft. Die Ursache kann beispielsweise die Schlafkrankheit (Narkolepsie), eine traumatische Hirnschädigung, Medikamenten- oder Substanzmittelmissbrauch sein.

Parasomnien

Wer von einer Parasomnie betroffen ist, erlebt episodische Unterbrechungen des Schlafes. So können Schlafwandeln, Albträume, Stöhngeräusche, unkontrollierte Blasenentleerung sowie schlafbezogene Essstörungen auftauchen.

Schlafbezogene Atmungsstörungen

Unterschiedliche Formen von Schlafapnoe (Atemstillstand im Schlaf) fallen unter diese Bezeichnung. Es kommt zu Atemaussetzern in der Nacht, die oftmals vom Schlafenden selbst gar nicht registriert werden.

Zirkadiane Schlaf-Wach-Rhythmusstörungen

Als Auslöser kommen unter anderem Schichtarbeit, Jetlag aufgrund von Zeitzonenwechsel, organische Erkrankungen und Medikamenten- oder Substanzmittelmissbrauch in Frage. Zirkadiane Schlaf-Wach-Rhythmusstörungen können sowohl zu Insomnie als auch zu massiver Tagesschläfrigkeit führen.

Schlafbezogene Bewegungsstörungen

Einfache, häufig stereotype Bewegungen sind für Schlafstörungen verantwortlich. Die am häufigsten vorkommende schlafbezogene Bewegungsstörung ist RLS (Restless-Legs-Syndrom). Zudem fallen beispielsweise nächtliches Zähneknirschen und periodische Bewegungsstörungen der Gliedmaßen in diese Kategorie.

Isolierte Symptome

Hierunter werden alle schlafbezogenen Symptome eingeordnet, die sich aus wissenschaftlicher Sicht grenzwertig zwischen „normal“ und „krankhaft“ befinden. Dazu gehören wiederholte Einschlafzuckungen, Sprechen im Schlaf und ein außergewöhnliches kurzes oder langes Schlafbedürfnis.

Andere Schlafstörungen

Alle Schlafprobleme, die sich nicht in die vorbezeichneten Kategorien einordnen lassen, fallen darunter. Weiterhin, wenn gleichzeitig Anzeichen verschiedener Arten von Schlafstörungen vorhanden sind.

Hilfreiche Mittel gegen Schlafprobleme

Chemische Schlafmittel sollten mit Vorsicht eingesetzt werden. Eine vorherige ärztliche Beratung ist in jedem Fall erforderlich. Es ist bekannt, dass zahlreiche Medikamente auf Dauer nicht nur ihre Wirksamkeit verlieren, sondern auch Gewöhnungseffekte oder eine Abhängigkeit nach sich ziehen können. Werden sie abgesetzt, besteht die Möglichkeit, dass die Schlafstörungen vorübergehend wieder verstärkt auftreten. Teilweise wird außerdem die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit tagsüber eingeschränkt.

Wie die bereits erwähnten Melatonin Kapseln, die zu einem leichteren Einschlafen beitragen können, gibt es auch für weitere Schlafstörungen viele hilfreiche natürliche Mittel, darunter einige Heilpflanzen. Dazu gehören Baldrian, Hopfen, Johanniskraut, Lavendel, Melisse und die Passionsblume. Sie lassen sich ausnahmslos in Form eines Tees einnehmen, zudem gibt es zahlreiche Dragees und Tabletten, die eine oder mehrere der Heilpflanzen beinhalten. Darüber hinaus besitzen auch Bäder mit Heilkräutern eine schlaffördernde Wirkung. Manche Menschen profitieren von einem besseren Schlaf, wenn sie sich eine Wärmflasche oder ein erwärmtes Kirschkernkissen mit ins Bett nehmen. Nutzer profitieren von einem angenehmen Entspannungsgefühl, außerdem wird die Durchblutung gefördert.

Autor: Wissen-Gesundheit Redaktion

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