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Darauf sollte man beim Wechsel der Krankenkasse achten

pixabay / blickpixel © pixabay / blickpixel

Durch ein unkompliziertes und sicheres Verfahren zum Krankenkassenwechsel will der Gesetzgeber den Wettbewerb zwischen den Kassen stärken. Doch noch immer machen relativ wenige Versicherte von der Möglichkeit Gebrauch. Dabei lässt sich durch einen Wechsel der Krankenkasse oft nicht nur Geld sparen, sondern auch ein deutlich größerer Umfang an Leistungen nutzen. Hier erfahren Sie, auf welche Leistungen Sie achten sollten und wie der Wechsel abläuft.

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Vergleichen lohnt

Fast 90 Prozent aller Kassenleistungen unterliegen einheitlicher gesetzlicher Regelungen. Das gilt auch für sämtliche Zuzahlungen, die für Arznei, Verbandsmittel, Krankenhausaufenthalte, Zahnersatz und Fahrkosten anfallen. Einen Ermessensspielraum eröffnet der Gesetzgeber den Kassen nur bei etwa 10 Prozent der Leistungen.

Gerade bei diesen 10 Prozent gibt es aber nicht zu vernachlässigende Unterschiede. Das betrifft vor allem Zusatzleistungen, Bonusprogramme, Gesundheitsförderung, Wahltarife, Zusatzbeiträge und Beitragsrückerstattungen.

Um alle Angebote übersichtlich miteinander vergleichen zu können, nutzt man Vergleichsportale wie gesetzlichekrankenkassen.de. Hier bekommt man zum Beispiel unkompliziert eine Leistungsübersicht der Techniker Krankenkasse, die man mit den Leistungen anderer Anbieter vergleichen kann.

Auf die Leistung kommt es an

Der Hauptunterschied zwischen den Krankenkassen besteht in den meisten Fällen nicht so sehr in den Beiträgen, sondern vielmehr in den Leistungen. Sicherlich lassen sich durch einen direkten Vergleich von teuren und preiswerten Kassen mehrere Hundert, teilweise sogar über tausend Euro pro Jahr sparen, doch muss man diese Werte immer im Einzelfall betrachten. Das Sparpotenzial ist nämlich von der aktuellen Kasse, dem Bundesland und dem persönlichen Einkommen abhängig.

Größere Potenziale eröffnet in der Regel ein Blick auf die Mehrleistungen, die viele Krankenkassen anbieten. Hierbei handelt es sich in der Regel um den größten Hebel. Beispiele für Mehrleistungen sind:

  • Naturheilverfahren wie Osteopathie und Traditionelle Chinesische Medizin
  • Alternative Verfahren wie Homöopathie
  • Professionelle Zahnreinigungen
  • Reiseschutzimpfungen
  • Notfallservices für Auslandsaufenthalte
  • Gebärmutterhalskrebsimpfungen
  • Geburtsvorbereitungskurse

Diese und ähnliche Pakete können einen Wert von 2.000 Euro pro Jahr übersteigen. Wenn dann noch Mehrleistungen bei Krankheit wie z. B. häusliche Pflege und die erweiterte Übernahme von Haushaltshilfen hinzukommen, sind sogar Einsparungen im fünfstelligen Bereich möglich.

Form der Betreuung

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Form der Betreuung. Bei einigen Kassen besteht lediglich eine Betreuungsmöglichkeit per E-Mail, Chat oder Telefon. Gerade für ältere Versicherungsnehmer können sich aber Pakete lohnen, die eine persönliche Betreuung vor Ort einschließen.

Welche Bonussysteme gibt es?

Die meisten Krankenkassen bieten Bonusprogramme an. Hierbei kann man durch gesundheitsbewusstes Verhalten Punkte sammeln, die am Jahresende in Prämien umgewandelt werden können. Je nach Anbieter bestehen sie in Sach- oder Geldwerten, die sich auf mehrere Hundert Euro pro Jahr belaufen können.

Auch Beitragsrückerstattungen bei Leistungsfreiheit gehören in diese Kategorie. Dabei zahlen einige Krankenkassen Beiträge zurück, wenn keine Leistungen außer den gesetzlich eingeführten Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch genommen werden. Die Höhe ist einkommensabhängig, es sind aber durchaus Einsparungen von bis zu 600 Euro pro Jahr möglich.

Wie hoch ist der Zusatzbeitragssatz?

Unterschiede zwischen den Kassen bestehen weiterhin in der Höhe des Zusatzbeitrags. Diesen Beitrag erheben die Kassen, um Finanzierungslücken zu schließen, für die die Zuweisungen aus dem Gesundheitsfonds nicht ausreichen. Der Branchendurchschnitt belief sich beim Zusatzbeitrag im Jahr 2019 auf 1,1 %. Am oberen Ende der Skala erreichten die Sätze 1,3 %. Der preisgünstigste Zusatzbeitrag betrug 0,3 %.

So geht man beim Wechsel der Krankenkasse vor

Sobald Sie eine passende neue Krankenkasse gefunden haben und sich über die Konditionen einig geworden sind, können Sie Ihrer bisherigen Kasse Ihre Kündigung zukommen lassen. Achten Sie dabei darauf, dass Sie innerhalb von 14 Tagen eine schriftliche Bestätigung für Ihre Kündigung erhalten.

Die Kündigungsbestätigung senden Sie anschließend zusammen mit dem Aufnahmeantrag für die neue Kasse innerhalb der Kündigungsfrist an Ihre neue Krankenkasse. Von der neuen Kasse erhalten Sie im Anschluss eine Mitgliedsbescheinigung. Eine Ausfertigung davon müssen Sie nur noch Ihrer alten Kasse zukommen lassen. Die Kündigung wird nämlich nur dann wirksam, wenn das Mitglied eine neue Absicherung im Krankheitsfall nachweist.

Wie lange dauert der Wechsel zu einer anderen gesetzlichen Krankenkasse?

Die Kündigung der Versicherung wirkt zum Ende des übernächsten Kalendermonats. Dabei wird von dem Monat an gerechnet, in dem die Kündigung ausgesprochen wurde. Schickt man also zum Beispiel seine Kündigung im September, endet die Versicherung zum 30. November. Am 1. Dezember beginnt die Versicherung beim neuen Anbieter.

Autor: Wissen-Gesundheit Redaktion

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