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Das Durchschnittsalter werdender Mütter steigt: Was bedeutet das?

pixabay / VaniaRaposo © pixabay / VaniaRaposo

In Deutschland und anderen europäischen Ländern hat sich das Kinderkriegen stark verändert: Seit mehreren Jahrzehnten sinkt der durchschnittliche Fertilitätswert der Frauen. Daneben steigt das Alter, in denen Frauen zum ersten Mal Mutter werden. Was für Konsequenzen hat das für die Gesundheit von Mutter und Kind? Sind Frauen auch jenseits der 40 noch problemlos fruchtbar? Welche Gründe gibt es für die Veränderungen? All das betrachten wir in diesem Artikel.

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Es gibt einige wesentliche Ursachen für diese Trends: Soziologen sehen vor allem veränderte Bildungs- und Ausbildungskarrieren und ein anderes Verhältnis der Frauen zu ihrem Berufsleben als Ursache. Da immer mehr Menschen studieren und sich erst beruflich etablieren wollen, bleibt der Kinderwunsch oftmals auf der Strecke. Dazu kommen auch die Auswirkungen günstiger und sicherer Verhütungsmethoden: Durch diese Veränderungen sind Frauen in der Lage, selbstbestimmter über ihren Kinderwunsch zu entscheiden und den Nachwuchs so zu planen, dass er nicht mit der Karriere oder anderen Phasen der Selbstverwirklichung kollidiert.

Darum verschieben Frauen den Kinderwunsch

Die Fachseite Zava führte 2020 in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Splendid eine große Studie zum Thema “Kinderwunsch 2020“ durch. Dabei wurden mehr als Eintausend Frauen befragt, wie sie zum Thema Kinderkriegen stehen. Insbesondere beleuchteten die Forscher, welche Gründe die Frauen nennen, aus denen sie ihren persönlichen Kinderwunsch vertagen und wie die Einstellung zum wachsenden Alter von Müttern beim ersten Kind aussieht.
Besonders stach unter den Argumenten gegen das Kinderkriegen die wirtschaftliche Situation heraus: 31% der Frauen befürchten, dass sie den finanziellen Anforderungen, die die Versorgung des Nachwuchses mit sich bringt, nicht gewachsen wären bzw. sagen, dass ihre aktuelle Situation so etwas nicht zulässt. Direkt gefolgt wird diese Aussage von zwei weiteren wichtigen Gründen. Jeweils 28 % der Befragten wollen zuerst eigene Wünsche und Träume verwirklichen bzw. spüren gar keinen Kinderwunsch. Das heißt, dass für mehr als ein Viertel der Frauen Kinder überhaupt nicht infrage kommen.
Ein weiterer spannender Punkt, der abgefragt wurde, war die Altersgrenze, bis zu der Frauen in Erwägung ziehen würden, Kinder zu bekommen. Dabei lassen sich zwei Trends erkennen: Erstens normalisiert sich die Wahrnehmung älterer Mütter und zweitens steigt die Akzeptanz von Erstgebärenden jenseits der 40 mit steigendem Lebensalter der Befragten.

Gesundheitliche Aspekte später Mutterschaft

Späte Schwangerschaften (ab 35) gelten auch heute noch als “Risikoschwangerschaften”, sind aber bei der heutigen Gesundheitslage und Lebenserwartung kein so gravierendes Problem mehr wie vor einigen Jahrzehnten. In den 90er Jahren stieg das Risiko einer Frühgeburt ab einem Alter 35 um 3,5 %. Heutzutage steigt es dagegen nur noch um knapp 2 %. Auch andere Beeinträchtigungen für die Gesundheit des werdenden Kindes fallen geringer aus als oft kolportiert. Zwar erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Trisomie 21 (Down-Syndrom), aber dem gegenüber stehen eine oft gesündere Lebensführung und konsequenterer Verzicht auf Alkohol, Drogen und Zigaretten bei älteren Müttern. Auch die Frauen selbst tragen einen Teil des Risikos: Bei ihnen steigt die Gefahr von Erkrankungen wie Gestose, (Prä-)Eklampsie, Thrombosen und Schwangerschaftsdiabetes.

Fazit

Der Wandel der Zeit lässt sich kaum aufhalten und eventuelle negative Auswirkungen sind durch Aufklärung, konsequente Vorbeugung und Fortschritte in der Medizin kompensierbar. Die wahren Herausforderungen der aktuellen Trends beim Kinderwunsch liegen in soziologischen Dimensionen wie der zunehmenden Vergreisung der Gesellschaft bei Fertilitätsraten, die wir nur über Zuwanderung ausgleichen können.

Autor: Wissen-Gesundheit Redaktion

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