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Höhere Lebenserwartung – mehr Hautkrankheiten

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko von Hauterkrankungen.

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Vor allem Hautkrebs, Ekzeme, Juckreiz und trockene Haut treten deutlich häufiger auf als in jüngerem Alter.

Denn es verändern sich Struktur und Funktion der Haut, wodurch sie ihre Widerstandskraft gegen Umwelteinflüsse verliert.
Auch ungesunde Ernährung, ein verändertes Freizeitverhalten, körperliche und seelische Probleme führen zu einem Anstieg der Hauterkrankungen.

In einer amerikanischen Studie stellten die Ärzte bei 40 Prozent der 65- bis 70-jährigen eine behandlungsbedürftige Hauterkrankung fest. In einer anderen Untersuchung waren 83 Prozent der über 80-jährigen hautkrank. Und von 584 Bewohnern eines dänischen Altenheims wiesen 77,4 Prozent der Bewohner auffällige Hautveränderungen auf.

„Oft stellten die Ärzte dabei Hautkrankheiten wie Hauttumoren, Ekzeme, Juckreiz und trockene Haut fest, denen die älteren Menschen im Gegensatz zu jüngeren weniger Bedeutung zugemessen hätten, also deswegen nicht zum Arzt gegangen wären“, sagt der Dermatologe Prof. Thomas L. Diepgen vom Institut für Sozialmedizin der Universität Heidelberg.

Der Bedarf an umfassender dermatologischer Versorgung wird nach Meinung Diepgens jedoch nicht nur wegen der tatsächlichen Zunahme von Krankheiten wachsen, sondern auch aufgrund von Lifestyle-Faktoren: „Die pharmazeutische und kosmetische Industrie hat mit viel Geld den Slogan ‚Young is Beautiful’ gefördert und mit dazu beigetragen, dass auch medizinisch harmlose kosmetische Hautprobleme als behandlungsbedürftig angesehen werden.“

Die tatsächliche Zunahme von Hautkrankheiten und die zusätzliche Verschiebung von „kosmetisch“ zu „behandlungsbedürftig“ führt zu einem erheblich größeren Behandlungsbedarf älterer Menschen.

Prof. Diepgen: „Schon heute leidet ein Drittel der Bevölkerung unter behandlungsbedürftigen Hautkrankheiten, davon werden aber nur 20 Prozent aus dermatologischer Sicht optimal versorgt. Mit dem steigenden Therapiebedarf klafft diese Schere in Zukunft noch weiter auseinander.“

Die Altershaut wird deshalb auf dem Dermatologen-Kongress in Dresden (20. bis 23. April 2005) erstmals einen Schwerpunkt einnehmen. Denn weder die Gesundheitspolitik noch die Hautärzte haben sich bislang auf die Veränderungen eingestellt.

Stand: 3.3.2005
Autorin Beatrice Wagner
Quelle: Impressum
Autor: Beatrice Wagner; Quelle: Impressum; Stand: 03.03.2005

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