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„Baby-TV" mit Ultraschall unschädlich

Das erste Bild von seinem Kind – meist ist es in Schwarzweiß und nichts anderes als ein dunkler Fleck.

Die Rede ist von einem Ultraschallbild, wie es viele Frauenärzte ihren Patientinnen mittlerweile bei jedem Besuch anbieten.

Schön ist es ja schon, den Werdegang des kleinen Nachwuchses schon von frühauf im Blick zu haben.
Aber ist dies denn auch gesund für das Kind? Diese Frage wird wohl jeder Mutter vertraut sein.

„Die Unbedenklichkeit ist durch zahlreiche Studien in den letzten 40 Jahren belegt“, erklärt Prof. Klaus Vetter, Berlin, der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. Zuletzt zeigte eine Studie, dass häufig „geschallte“ Kinder sich auch im Grundschulalter normal entwickeln.

Somit gilt dieses monatliche "Baby-TV" als unschädlich, wenngleich es aus medizinischer Sicht nicht notwendig ist, steht in der kommenden DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift (Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 2005).

Dennoch sehen die Berufsverbände das häufige Baby-TV nicht gerne. „Gesetzlich Krankenversicherte haben Anspruch auf drei Ultraschalluntersuchungen“, erläutert Prof. Vetter. Dabei sollte einzig die Entwicklung des Kindes beurteilt werden und nach eventuellen Fehlbildungen gesucht werden.
Jede weitere Untersuchung ist nach Auskunft Prof. Vetters eine Sonderleistung des Arztes und müsste als solche eigentlich von den Frauen (oder angehenden Vätern) bezahlt werden.

Auch wenn das Baby-TV im Allgemeinen unschädlich ist, so trifft dies auf eine Sonderform der Ultraschalluntersuchung nicht zu, sagte Prof. Heinrich Prömpeter von der Universität Freiburg gegenüber der DMW.

Der „gepulste Doppler“ wird zur Untersuchung der Plazenta-Durchblutung eingesetzt. Dabei wird eine hohe Energie auf kleiner Fläche freigesetzt, was zu einer Erwärmung führt.

Das bedeute nicht automatisch eine Schädigung, erklärt Prömpeter, ein Sicherheitsexperte. „Vorsichtshalber sollten diese Ultraschalluntersuchungen aber nur in begründeten Fällen durchgeführt werden und dann nicht länger als 30 Sekunden dauern“.

Geübte Ärzte brauchen sogar nur fünf bis zehn Sekunden, bis sie die notwendigen Informationen haben.

Autorinnen: Beatrice Wagner, Corinna Deckert
Quelle: Kelm-Kahl et al.: Pränataler Ultraschall: Wird er zu oft und zu sorglos angewandt?
Deutsche Medizinische Wochenschrift 2005; 130 (9): 434
Stand: 15.3.2005
Autor: Beatrice Wagner, Corinna Deckert; Quelle: Kelm-Kahl et al.: Pränataler Ultraschall: Wird er zu oft und zu sorglos angewandt?, Deutsche Medizinische Wochenschrift 2005; 130 (9): 434; Stand: 15.03.2005

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