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Schmerzschrittmacher bei Dauerschmerzen

Ein Herzschrittmacher ist ja bekannt. Aber was ist denn ein Schmerzschrittmacher?

Dies erklärt Dr. Günter Gerhardt am Dienstag, den 29.3.2005 in der ZDF-Sendung „Volle Kanne Service“.

„Ein Schmerzschrittmacher funktioniert ähnlich wie ein Herzschrittmacher. Nur dass die elektronische Impulsgebung nicht am Schrittmacher des Herzens erfolgt, sondern im Bereich des Rückenmarks.“
Je nach Häufigkeit und Intensität kann der Patient einstellen, ob die Impulse permanent erfolgen oder nur bei Bedarf.“ 

Ein Schmerzschrittmacher ist so groß wie eine kleine Streichholzschachtel. Er wird unter die Bauchhaut implantiert und mit einem Kabel mit dem Rückenmark verbunden. Wenn der Impuls gesendet wird, verspürt der Patient ein Kribbeln an der schmerzenden Stelle. Damit wird der Schmerz überlagert und somit erträglich.

Das Haupteinsatzgebiet eines Schmerzschrittmachers oder Neurostimulators liegt bei solchen Schmerzen, in die Arme oder Beine ausstrahlen. Vor allem Patienten, die an unerträglichen Schmerzen nach Nervenschädigungen, zum Beispiel nach Bandscheibenoperation, aber auch durch Durchblutungsstörungen leiden, sind Kandidaten für die Stimulationsbehandlung.

„Der Schmerzschrittmacher ist aber auch bei Angina Pectoris einsetzbar. Dies wird aber nur dann gemacht, wenn die normale Therapie nicht anspricht“, sagt Dr. Gerhardt.

Schmerzen, die durch Abbau der Knochensubstanz in der Wirbelsäule entstehen, oder Rückenschmerzen können mit dieser Behandlungsmethode nicht beeinflusst werden.

Das Prinzip ist seit den siebziger Jahren bekannt. Weltweit sind bislang ca. 15.000 Patienten mit einem Schmerzschrittmacher versorgt worden.

Jetzt ist an der Neurochirurgischen Universitätsklinik Heidelberg erstmals in Deutschland ein Neurostimulator zur Bekämpfung schwerer chronischer Schmerzen eingesetzt worden, der eine besonders lange Haltbarkeit hat. Seine Batterien können von außen aufgeladen werden und müssen deshalb bis zu zehn Jahre lang nicht ausgetauscht werden.

Im ZDF PraxisMobil am 29.3.2005 können Sie eine Reportage über den Besuch von Dr. Gerhardt in der Neurochirurgischen Universitätsklinik Heidelberg verfolgen. Das PraxisMobil wird in der Zeit zwischen 10 und 10.30 Uhr im Sendeformat „Volle Kanne Service“ im ZDF gesendet.
Autor: Beatrice Wagner; Stand: 24.03.2005

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