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Diabetes – einmal anders

Die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) ist eine sehr tückische Krankheit. Sie ist wie eine tickende Zeitbombe; allerdings tickt sie sehr leise, denn die schwersten Komplikationen sind – unbehandelt – zwar unausweichlich, aber kommen vermeintlich von heute auf morgen.
Darauf wies Dr. Günter Gerhardt, Facharzt für Allgemeinmedizin, in seiner gestrigen Sendung „Teletipps vom Hausarzt / Sommerakademie“ (11.9.2005, 17.30 Uhr, 3sat) zum Thema Diabetes hin. Zu dieser Sendung hatte er zudem eine Expertin für Traditionelle Chinesische Medizin, einen Experten für Homöopathie und einen Gefäßchirurgen an den Tisch geholt, um so einmal das Thema Diabetes umfassend von allen Seiten zu beleuchten.

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Was passiert bei einem Diabetes Typ 2? Normalerweise produziert die Bauchspeicheldrüse genauso viel Insulin, wie der Körper benötigt. Mit Insulin werden die Körperzellen sozusagen für Zucker aufgeschlossen. Diese Vorgänge sind bei Diabetikern gestört. Als Folge ist der Zuckergehalt im Blut zu hoch.

Dies hat schädigende Auswirkungen auf den ganzen Körper. Vor allem führt es zu Nerven- und zu Gefäßschädigungen. Fatal ist: Durch die Nervenschädigungen spürt man die Entstehung von anderen Schädigungen, wie zum Beispiel einer schweren Durchblutungsstörung in den Beinen, nicht.

Aber so weit muss es gar nicht kommen. Denn Diabetes Typ 2 ist in erster Linie eine Zivilisationskrankheit und kann mit einem einfachen 5-Punkte-Programm meist vermieden werden. Darauf wies TCM-Expertin Dr. med. Julia Kleinhenz hin. Das 5-Punkte-Programm sieht so aus:

1. 5 Prozent abnehmen
2. fettarm essen
3. Fette aus Fisch dem Fleisch vorziehen
4. viel Obst und Gemüse essen, aber gekocht, so ist es verträglich
5. jeden Tag Bewegung

Vor allem das Lauftraining ist wichtig, vor allem dann, wenn man merkt, dass die Zehen unempfindlicher geworden sind. Denn das ist der Beginn einer schweren Durchblutungsstörung.

Homöopath Professor Dr. med. Walter Köster wies darauf hin, dass ein Diabetiker oftmals eine regelrechte Sucht nach Süßen verspüre. Durch Verbotsschilder im Kopf komme man dem nicht bei. Vielmehr ist hier die Hilfe der Homöopathie gefragt, die helfe, die Mitte zwischen zwei Extremen (Lust und Verbot) zu finden.

Revolutionär neu ist der Ansatz des Gefäßchirurgen Professor Dr. med. Gerhard Rümenapf. Mit einem neuen Verfahren kann er nämlich geschädigte Gefäße durch Kunststoffgefäße bei lokaler Betäubung ersetzen. Damit sind 80 bis 90 Prozent aller diabetischen Füße zu retten. Aber auch hier gilt: Von jetzt an regelmäßige Bewegung, damit der Erfolg lange erhalten bleibt.

Die nächsten Teletipps / Sommerakademie sind am 25.9.2005 um 17.30 in 3sat zu sehen. Hier geht es um das Thema Schilddrüse. Autor: Beatrice Wagner; Stand: 12.09.2005

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