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Asthma – einmal anders

Asthma bronchiale ist eine chronische Entzündung und Verschleimung der Luftröhrenäste (Bronchien) mit anfallsartiger Atemnot. Die Ursache ist eine krankhafte Überreaktion auf verschiedene Reize.
Wie Asthma am besten behandelt werden kann, darüber unterhielt sich Dr. Günter Gerhardt am Sonntag mit drei Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen, nämlich aus der Lungenheilkunde (Pulmologie), Ayurveda und Homöopathie. Hier in kurzen Worten das Neueste zur – interdisziplinären – Asthmatherapie:

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Einig waren sich die Experten darüber, dass der früher übliche Verzicht auf Bewegung und Sport kontraproduktiv ist. Vielmehr ist es nach neuestem Stand der Wissenschaft so, dass regelmäßiger Sport die Lungenfunktion verbessert und die Schwelle anhebt, bei der der Körper auf einen Reiz mit einem Asthmaanfall reagiert. Patienten sollten sich allerdings einer Lungensportgruppe anschließen und nicht einfach auf eigene Faust loslegen.

Einig waren sich die Experten auch darüber, dass es an den therapeutischen Hilfsmitteln nichts auszusetzen gibt. Die Asthmasprays sind fast nebenwirkungsfrei. Einige Patienten mögen Angst haben, dass das enthaltene Cortison in das Blut übergeht und dort im Langzeitgebrauch Schäden hervorrufen könne. „Diese Sorge ist aber völlig unbegründet“, meinte Dr. Gerhardt, „denn Asthmasprays enthalten eine nur sehr geringe Menge an Cortison. Diese wirkt vor allem lokal in den Bronchien. Die nochmals geringere Menge, die von den Bronchien ins Blut übergeht, wird sofort – im First-Pass-Effect – von der Leber ausgefiltert“, so der Facharzt für Allgemeinmedizin.

Wie allerdings mit Reizauslösern wie etwa einem Haustier umgegangen werden soll, damit haben die Experten unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Der Pulmologe, Prof. Dr. Roland Buhl aus Mainz, war der Meinung, dass nur in leichteren Fällen eine Heilung herbeizuführen sei. Dieser Weg läuft über eine Hyposensibilisierung, auch spezifische Immuntherapie genannt. Wenn dies vor allem in früher Jugend geschehe, dann sei Asthma heilbar, so der Facharzt. Auf auslösende Reize, wie etwa die Hauskatze, müsse aber verzichtet werden.

Die beiden Naturheilärzte sahen dies anders. „Ein Asthmapatient, der sich bei mir in Behandlung befindet, darf seine Katze behalten“, meinte Homöopath Prof. Dr. Walter Köster. Er sieht den Bronchienkrampf (sprich Asthmaanfall) nur als Folge einer Lebenseinstellung an, bei der das Animalische in sich geleugnet wird. „Asthmapatienten sind sehr ernste und kontrollierte Menschen. Würde man ihnen auch noch die Katze nehmen, würden sie nicht auf das animalische außerhalb reagieren, dies ist ihre Katze, sondern auf das animalische innerhalb ihres Körpers. Damit werden sie noch kränker.“ Er versucht, mit homöopathischen Mitteln einen Ausgleich zwischen den animalischen und den kontrollierten Impulsen zu schaffen und damit eine Heilung herbeizuführen.

Axyurvedaexpertin und Ärztin Dr. phil. Karin Birc aus Bad Ems pflichtete bei. Sie würde allerdings versuchen, mit Kräutern die Schleimhäute zu stärken, sodass der Patient die Katze behalten kann. Dr. Gerhardt als ausgleichender Moderator zwischen den zwei  Polen: „Ich rate Ihnen, die Katze aber nur dann zu behalten, wenn Sie sich in fachkundiger naturheilkundlicher Behandlung befinden. Auf keinen Fall darf dies eine eigenmächtige Entscheidung sein. Ich würde Ihnen trotzdem Rücksprache mit Hausarzt empfehlen, damit der Bescheid weiß. Außerdem müssen Sie ein Notfallmedikament griffbereit haben.“

Dass der Asthmapatient Entspannungsübungen erlernen soll, um sich zu entkrampfen, dies war wieder die übereinstimmende Meinung aller.

Die nächste spannende Diskussion zwischen Schulmedizinern und seriösen Naturheilärzten findet am Sonntag, den 23.10. 2005, um 17.30 Uhr in 3sat statt, zu dem Thema „Nervöser Magen, kranker Darm“. Autor: Beatrice Wagner; Stand: 10.10.2005

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