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Sterbenskrank durch Obst, Gemüse und Kräutertee?

Wer regelmäßig viel Obst und Gemüse isst und dazu Kräutertees trinkt, erfüllt doch alle Voraussetzungen für ein gesundes Leben, oder? Das muss nicht immer stimmen, darauf weist die aktuelle Fachlektüre hin.
So können Tomaten und Kartoffeln im wahrsten Sinne des Wortes Gift für den Körper sein. Beschädigte oder keimende Kartoffeln sowie unreife grüne Tomaten enthalten nämlich in hoher Konzentration das Gift Solanin, darauf reagiert der Körper mit Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen. Es kann sogar zu Halluzinationen und Koma kommen. Eine spezielle Behandlung gibt es nicht, man kann nur die Beschwerden lindern und abwarten, nach einigen Tagen klingen die Beschwerden wieder ab.

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Ungesund können auch Gartenbohnen sein. Denn bei diesem Gemüse muss erst ein bestimmtes Lektin außer Gefecht gesetzt werden, damit es bekömmlich ist. Die Beschwerden sind sonst Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen. Verhindern kann man dies durch ausreichend langes Kochen, weil dann nach 20 Minuten das hitzelabile Lektin zerfällt.

Auch Käse, Bananen und Avocados haben es in sich. Sie können zu Hochdruck und Kopfschmerzen führen, denn sie enthalten die blutgefäßverengenden (vasokonstruktorischen) Substanzen Dopamin und Tyramin. Normalerweise verträgt man selbst tyraminreiche Nahrungsmittel gut, da das körpereigene Enzym Monoaminooxidase Tyramine rasch abbaut. Nimmt jedoch ein depressiver Patient die gegen eine Depression gut wirkenden MAO-Hemmer der älteren Generation ein, kann er sich mit Bananen durchaus in eine Bluthochdruckkrise essen. Behandeln kann man dann hier ganz gut mit einem so genannten Alfa-Blocker, wie z. B. dem Phentolamin.

Selbst Kräutertee ist nicht immer gesund. So wurden mehrere Hundert Pyrrolizidine in verschiedenen Pflanzen nachgewiesen, darunter Geiskraut, Beinwell und Sonnenwende. Diese lebergiftigen (hepatotoxischen) Alkaloide kann eine Zerstörung von Lebergewebe (Leberzellnegrosen) auslösen. Ein echtes Gegenmittel gibt es nicht, man kann nur abwarten.

Die Alternative darf jetzt aber nicht sein, nur noch denaturierte Fertignahrung zu essen, sondern auch hier gilt: alles in Maßen, und eben die Kochempfehlungen beachten.

Autor: Dr. Günter Gerhardt; Stand: 12.10.2005

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