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Zu hoher Blutzucker schädigt Ungeborene

Eine Schwangerschaft ist für zuckerkranke Frauen heute fast ebenso problemlos möglich wie für stoffwechselgesunde Frauen. Allerdings nur unter einer Bedingung: Der Blutzuckerspiegel der werdenden Mutter muss streng im normal-niedrigen Bereich gehalten werden.
Für die Gesundheit des Kindes entscheidend sind besonders die ersten drei Schwangerschaftsmonate: In dieser Zeit kann ein zu hoher Blutzuckerspiegel zu Fehlgeburten oder kindliche Fehlbildungen führen. Wie wichtig es für Diabetikerinnen ist, eine Schwangerschaft zu planen und bereits vor der Empfängnis einen erfahrenen Diabetologen zu Rate zu ziehen, wird nun erneut durch eine Studie untermauert, die Jenaer Mediziner um Wilgard Hunger-Dathe in der Fachzeitschrift „Geburtshilfe und Frauenheilkunde“ vorstellen.

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Im Durchschnitt wenden sich die Schwangeren aber erst in der neunten Schwangerschaftswoche zum ersten Mal an einen Spezialisten, jede fünfte Frau sogar erst nach Ablauf des ersten Schwangerschaftsdrittels. „Die entscheidende Phase der kindlichen Organentwicklung ist dann bereits abgeschlossen“, so Hunger-Dathe. Den mit über 17 Prozent recht hohen Anteil kindlicher Fehlbildungen sieht die Ärztin als Folge der ungenügenden Blutzuckerkontrolle in dieser Zeit.

Eine genaue Auswertung der Studiendaten ergab, dass der durchschnittliche Blutglukosewert in den ersten drei Schwangerschaftsmonaten 6,4 Millimol pro Liter (mmol/l) nicht überschreiten sollte. Der Anteil des glykosylierten Hämoglobins (HbA1c) – ein Maß für die längerfristige Blutzuckereinstellung – sollte zur Sicherheit des Kindes unter 6,3 Prozent bleiben. Autor: Corinna Deckert; Geburtshilfe Frauenheilkunde 2005; 65: 1147-1155 (Thieme Verlag); Stand: 31.1.2006

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