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Premiere: Fremder Penis erfolgreich angenäht

... 14 Tage später wieder abgenommen. Diese Meldung erreichte uns über Spiegel online. Was war da passiert? Wie der chinesische Arzt Weilie Hu und seine Kollegen aus der Abteilung für Urologie des Bezirkskrankenhauses von Guangzhou einer Fallstudie für das renommierte Fachmagazin „European Urology" schrieben,
wurde ein 44-jähriger Mann bei einem Unfall im Winter der Penis so stark verletzt, dass nach einer Notoperation nicht mehr als ein winziger Stummel von wenigen Millimetern übrig war. Stehend Wasser zu lassen und Geschlechtsverkehr waren erschwert bis unmöglich.

Da in China der Penis aber mehr als nur die Männlichkeit symbolisiert, sondern auch noch als Lebensquelle angesehen wird, welche die Erblinie fortführen soll, entschloss sich die Klinik, etwas weltweit Einzigartiges zu wagen, nämlich dem Mann einen fremden Penis einzupflanzen, der zuvor einem jungen, hirntoten Menschen entnommen worden ist.

Wie Hu und seine Kollegen schrieben, dauerte der Eingriff 15 Stunden, denn es mussten Blutgefäße und Nervenstränge einzeln zusammengefügt werden, bevor der Spenderpenis am Stumpf des Patienten festgenäht werden konnte. Zehn Tage nach dem Eingriff habe man dem Patienten den Katheter entfernt, und er habe problemlos Wasser lassen können. Es gab keinerlei Abstoßungsreaktionen, zumindest keine körperlichen.

Allerdings sträubten sich sowohl der Patient, als auch die Partnerin, gegen das fremde Organ, obwohl sie vorher ausdrücklich eine solche Operation gewünscht hatten. Der fremde transplantierte Penis habe bei beiden „schwerwiegende psychische Probleme“ hervorgerufen, berichten die Ärzte. Deshalb wurde der Penis nach 14 Tagen wieder abgeschnitten.

„Eine solche Operation muss natürlich auch psychologisch gut vorbereitet sein“, erklärt Dr. Günter Gerhardt. „Gerade der Penis gehört zu einem Mann wie kaum ein anderes Körperteil. In einer Ehe oder Beziehung nimmt er zudem noch eine besondere Rolle ein. In diesem Fall könnte ich es mir vorstellen, dass der Penis wie ein fremder Eindringling gewirkt hat, dass vielleicht Gedanken von Ehebruch und Untreue mit im Spiel waren.“

Schon bei anderen Transplantationen kam es zu mentalen Ablehnungen. Der erste Mensch, dem eine ganze Hand transplantiert worden war, hatte seine Ärzte ebenfalls gebeten, sie wieder zu entfernen – er habe sich davon „mental gelöst“. Autor: Dr. Beatrice Wagner; Stand: 20.09.2006

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