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Wer nicht hören kann, ... lernt auch nicht sprechen

Das Baby hört schon im Mutterleib, es kennt die Stimme der Mutter und auch des Vaters. Das Hören ist die Grundvoraussetzung für die Lautsprache, im Unterschied zur Gebärdensprache. Doch häufig werden gefährliche Hörschäden erst nach dem dritten Lebensjahr erkannt. „Das ist viel zu spät, da die Hörbahnreifung vor allem in den ersten beiden Lebensjahren stattfindet“, sagt Professor Dr. Götz Schade, Leiter der Abteilung für Phoniatrie und Pädaudiologie am Bonner Universitätsklinikum. „Die Nervenbahnen zwischen Innenohr und Hör- und Sprachzentrum bilden sich dann auch mit Hilfe eines Hörgerätes häufig nicht mehr vollständig aus.“

Die Folge: Solche Kinder können die Defizite in der Informationsverarbeitung akustischer Reize nicht mehr aufholen und lernen somit nicht mehr richtig zu hören. Dadurch kommt es zu einer verzögerten Sprachentwicklung. Oft sind Schullaufbahn und daher der berufliche Werdegang beeinträchtigt.

Doch das Gehör von Säuglingen kann ganz einfach und schmerzlos schon in den ersten Tagen nach der Geburt getestet werden, mit einem Hörtest für etwa 13 Euro. Damit das Schule macht, haben die Universitätskliniken Aachen, Bonn, Düsseldorf, Köln und Münster ein Pilotprojekt gestartet, mit dem Ziel, ein Hörscreening für alle Neugeborenen in Nordrhein-Westfalen einzuführen. Denn allein hier kommen jedes Jahr schätzungsweise schätzungsweise 300 bis 400 Säuglinge mit einem Hörfehler zur Welt.

Das Früherkennungsprogramm ist nur dann erfolgreich, wenn möglichst alle auffälligen Kinder innerhalb der ersten Lebenswochen bei einem Kinderohrenarzt oder -klinik nachuntersucht werden. Bereits im Alter von 3 bis 6 Monaten sollen bei den betroffenen Kindern dann erste Hörgeräte angepasst sein.

Autor: Dr. Beatrice Wagner, Quelle: idw; Stand: 29.03.2007

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