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Zugspitze mit Handicap

Trotz seines künstlichen Darmausgangs (Stoma) kletterte der Kanadier Rob Hill heute von Garmisch-Partenkirchen aus auf die Zugspitze. Damit will der 35jährige andere Betroffene dazu ermutigen, sich ebenfalls ehrgeizige Ziele zu setzen. Hill bei seiner Ankunft auf dem Gipfel: „Seht her, was man trotz solch eines Handicaps erreichen kann. Jeder Stomaträger kann jeden Tag seinen ganz persönlichen Gipfel bewältigen.“ Bei dem Sportler wurde vor rund zehn Jahren der Dickdarm entfernt.

In Deutschland leben etwa 100.000 Menschen mit einem Stoma. Dabei werden Teile des Darms entfernt und dessen Ausgang zur Bauchdecke verlegt. Meist machen Darmkrebs oder chronisch-entzündliche Erkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa diese schwere Operation nötig.

Hill überwand die rund 2.250 Höhenmeter in rund acht Stunden, der üblicherweise für diesen Kletterweg angegebenen Zeit. Der Weg über alpine Kletterpassagen und einen kleinen Gletscher ist nur für geübte und konditionsstarke Kletterer geeignet. Hill konnte aber wegen des fehlenden Dickdarms deutlich weniger Wasser und Nahrung aufnehmen als ein gesunder Sportler.

Rob Hill erregt seit 2002 immer wieder mit anspruchsvollen Gipfelbesteigungen international Aufsehen. Er bestieg bereits sechs der jeweils höchsten Gipfel der sieben Kontinente. Mit seinem für das Frühjahr 2008 geplanten Aufstieg zum Gipfel des Mount Everest will Hill der erste Stomapatient sein, der die so genannten Seven Summits (übersetzt: die sieben Gipfel) bewältigt hat.

Lesen Sie dazu auch:
• Entzündliche Darmerkrankungen Autor: Dr. Beatrice Wagner; Quelle: ots; Stand: 15.06.2007

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