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Fettblocker ermöglichen nur geringe Gewichtsreduzierung

Alberta - Patienten, die Antiadiposita einnehmen, verlieren nur mäßig an Gewicht. Viele bleiben fettleibig oder übergewichtig. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie von Wissenschaftlern der University of Alberta gekommen. Fettblocker wie Orlistat verringerten das Gewicht um weniger als fünf Kilo oder fünf Prozent des gesamten Körpergewichts. Das National Institute for Health and Clinical Excellence empfiehlt, die Einnahme zu beenden, wenn nach drei Monaten nicht fünf Prozent des Körpergewichts abgenommen wurden. Experten sind sich einig, dass ein gesunder Lebensstil nicht durch Tabletten ersetzt werden kann. Weniger Essen und mehr Bewegung sind entscheidend. Details der Studie wurden im British Medical Journal veröffentlicht.

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Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit sind übergewichtig oder fettleibig. Es versteht sich daher von selbst, dass Fettblocker ein Riesengeschäft sind. Das Team um Raj Padwal legt jedoch den Schluss nahe, dass diese Medikamente vielfach nur zu einem geringen Gewichtsverlust führen. Die Wissenschaftler analysierten die Ergebnisse von 30 Tests an denen fast 20.000 Menschen teilnahmen. Die Teilnehmer schluckten entweder Orlistat, Sibutramin oder Rimonabant mindestens ein Jahr lang. Alle Ergebnisse wurden mit Kontrollgruppen, die Blindpräparate einnahmen, überprüft. Alle Teilnehmer wurden als fettleibig eingestuft und wogen durchschnittlich 100 Kilogramm. Orlistat verringert das Gewicht um 2,9, Sibutramin um 4,2 und Rimonabant um 4,7 Kilogramm.

Patienten, die die Medikamente einnahmen, nahmen im Vergleich zur Kontrollgruppe deutlich eher zwischen fünf und zehn Prozent ab. Es blieb jedoch laut BBC unklar, ob diese Gewichtsverringerung ausreichte um einen wirklich positiven Effekt auf die Gesundheit und die Lebenserwartung zu haben. Orlistat verringerte das Auftreten von Diabetes bei einem Test. Alle drei Medikamente verringerten die Werte bestimmter Cholesterinarten. Bei allen drei Fettblockern kam es zu Beeinträchtigungen der Patienten. 30 bis 40 Prozent der Teilnehmer schlossen die Tests nicht ab. Eine weitere in The Lancet veröffentlichte Studie wies nach, dass Patienten nach der Einnahme von Rimonabant einem deutlich erhöhten Risiko ernster psychischer Störungen ausgesetzt waren. Autor: Michaela Monschein; Quelle:pressetext.at; Stand: 16.11.2007

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