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Sport hilft gegen Schwangerschaftsdiabetes

Betreiben Schwangere mäßigen Sport, kann dies das ungeborene Kind vor bestimmten Folgen der Schwangerschaftsdiabetes sowie vor Übergewicht schützen. Bei normalem Schwangerschaftsverlauf dürfte es dabei keine negativen Auswirkungen geben, berichten Forscher vom Karolinska Institute und der Universidad Politécnica de Madrid im "International Journal of Obesity". Darüber hinaus konnten sie zeigen, dass ohne regelmäßige Bewegung das Körpergewicht der Mutter vor der Schwangerschaft direkten Einfluss auf das Geburtsgewicht des Kindes hat.

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An der Studie nahmen 160 gesunde schwangere Frauen teil, die kein vorhersehbares Risiko für eine Frühgeburt aufwiesen. Gemeinsam hatten sie auch, dass sie weniger als eine Stunde pro Woche Sport betrieben hatten, bevor sie schwanger wurden. "Im zweiten und dritten Schwangerschaftstrimester durchlief ein Teil der Frauen unter ärztlicher Überwachung ein Trainingsprogramm. Dieses beinhaltete Übungen der Körperformung mit leichten Hanteln und anderen Widerständen", berichtet Studienleiter Jonatan Ruiz. Der zweite Teil der Versuchsgruppe betrieb zur Kontrolle keinen Sport.

Keine Nachteile, zahlreiche Vorteile

Parallel zum Sportprogramm wurden Körpergewicht und Größe der Kinder während der Schwangerschaft und bei der Geburt verfolgt. Dabei konnte eine noch immer weit verbreitete Meinung widerlegt werden. "In der Sportgruppe zeigten sich keine Unterschiede zur Kontrollgruppe, was Körpergröße oder Gewicht der Kinder betraf. Es gibt somit keine negativen Auswirkungen von leichtem Sport im zweiten und dritten Trimester auf die Gesundheit des Kindes", so Ruiz.

Blieb die Suche nach Nachteilen des Sports ergebnislos, zeigten sich mehrere Vorteile. Denn während das Gewicht der Mütter vor Schwangerschaftseintritt in direktem Zusammenhang mit dem Gewicht des Neugeborenen stand, war das bei der Sportgruppe nicht der Fall. Ebenso zeigte sich, dass infolge von Sport das Risiko für das Kind gesenkt wurde, nach einer Schwangerschaftsdiabetes mit einem unverhältnismäßig großem Körper zur Welt zu kommen.

Bessere Ansprache auf Insulin

Diese Beobachtung erklärt Ruiz durch die Veränderung im Zuckerspiegel der Mutter, die durch die körperliche Aktivität ausgelöst wird. "Regelmäßige Bewegung senkt den Zuckerwert der Mutter, da sie dadurch stärker auf Insulin anspricht und ihre Aufnahme von Blutzucker in die Fasern der Skelettmuskeln verbessert." Das könne wiederum den Weitertransport von Blutzucker an den Embryo verringern und die Risiken senken, die man mit hohem Zucker verbindet.

Ausgangsmotiv der Forschung ist die Überprüfung der lang gehegten Vorstellung, Schwangere sollten sich möglichst wenig bewegen. "Man riet ihnen früher, Sport und auch Arbeitstätigkeiten einzustellen, da dies zur frühen Fehlgeburt oder zur schlechteren Durchblutung der Plazenta führen könne", erklärt Ruiz. Noch 1985 empfahlen US-Gynäkologen Schwangeren, höchstens 15 Minuten Rad zu fahren oder zu joggen und eine Pulsrate von unter 140 zu wahren. Erst später kam Sport und Bewegung bei Schwangeren in Mode, zudem bei gutem Verlauf der Schwangerschaft auch keine wissenschaftliche Gegenargumente gefunden wurden.

Autor: Johannes Pernsteiner; pressetext.at; Stand: 19.11.2009

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