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Krebsfachärzte optimieren die Betreuung bei Tumor

Die Koordination der Behandlung von Krebserkrankungen geschieht immer häufiger durch Krebsfachärzte. Diese befassen sich ausschließlich mit der Krankheit und können dadurch dem Patienten eine umfassendere Betreuung bieten als das bisher der Fall war. Darauf machte heute, Mittwoch, die "Initiative Krebsfacharzt" anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar in einer Pressekonferenz aufmerksam. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, neben der Optimierung der Betreuung auch die Zusammenarbeit zwischen Disziplinen, die Krebsforschung selbst sowie die fachliche Fortbildung zu fördern.

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Jeder Dritte erkrankt an Krebs

Krebsleiden sind Europas zweithäufigste Todesursache und betreffen laut Statistik jeden Dritten im Lauf des Lebens. 35.000 Neuerkrankungen sind es jährlich in Österreich, 400.000 in Deutschland. Die Anforderungen an die behandelnden Ärzte steigen ständig. "Vor 20 Jahren gab es etwa zehn Krebsmedikamente, heute sind es dank der modernen Biomedizin über 100. Zudem stehen außer der Chemotherapie nun zahlreiche weitere Therapien wie Hormon- und Immuntherapie zur Verfügung", so Gastl. Komplexer geworden seien dabei jedoch auch die Nebenwirkungen, die Laborbefunde sowie die Diagnoseverfahren.

Krebspatienten sind bisher oft in der Situation, dass sie bei Diagnose, Therapie und Nachbehandlung ihres Leidens von einem Spezialisten zum nächsten eilen und dabei verunsichert werden. Fachärzte für Krebsmedizin sollen hier Abhilfe schaffen. "Der Krebsfacharzt fungiert als erste Ansprech- und Begleitperson für den Patienten, seine Angehörigen und die niedergelassenen Ärzte. Er bildet somit eine Drehscheibe der behandelnden Spezialisten wie etwa Chirurgen, Strahlentherapeuten, Radiologen oder Organfachärzte", erklärt Hellmut Samonigg, Vizepräsident der Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie (OeGHO).

Patient soll nicht zwischen den Stühlen sitzen

Krebsfachärzte sind Internisten mit spezieller Ausbildung für Tumorbehandlung. Ihre zentrale Aufgabe ist die ganzheitliche Betreuung des Patienten. "Nicht nur der Tumor, sondern der gesamte Mensch mit seinem Umfeld muss berücksichtigt werden. Der Krebsfacharzt bildet mit den anderen Disziplinen ein soziales und psychoonkologisches Netz und verhindert damit, dass der Patient glaubt er sitze zwischen zwei Stühlen", so Samonigg. Besser werde dadurch auch die Mitarbeit des Patienten. "Krebstherapien kosten jährlich zwischen 1.000 und 30.000 Euro pro Patient. Falls dieser die Medikamente im Nachtkästchen verstaut statt sie einzunehmen, entsteht dadurch ein großer Schaden für den Einzelnen und die Gesellschaft", ergänzt OeGHO-Präsident Günther Gastl.

In Österreich gibt es derzeit erst 300 Krebsfachärzte, die zu zwei Dritteln im Spitalsbereich tätig sind. "Eine Verdoppelung dieser Zahl ist in den nächsten zehn Jahren erforderlich, um die Versorgung zu garantieren", so Gastl. Weitaus größere Verbreitung findet das Konzept bereits in den angelsächsischen Ländern Europas sowie in den USA. "Der Erfolg zeigt sich dort in der Kosteneffizienz, in der Überlebensrate, jedoch auch in der Zufriedenheit und Lebensqualität der Menschen, die trotz ausbleibender Heilung mitunter relativ lange Zeit mit dem Tumor weiter leben", erklärt der Innsbrucker Krebsmediziner.

Autor: Johannes Pernsteiner; pressetext.at; Stand: 03.02.2010

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