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Weltkrebstag im Zeichen der Prävention

Heute, Donnerstag, soll der Weltkrebstag daran erinnern, dass Krebs noch immer zu den großen und oft tödlichen Volkskrankheiten zählt. Die Weltgesundheitsorganisation und die Internationale Vereinigung gegen Krebs (UICC) rücken dieses Jahr die Krebsprävention in den Vordergrund. Es gibt zwar noch kein Allheilmittel, um Krebs zu verhindern, aber viele Möglichkeiten, um das Erkrankungsrisiko möglichst gering zu halten. In Deutschland erkranken etwa jährlich 440.000 Menschen neu an Krebs, in Österreich 36.000, weltweit sind es mehr als zwölf Mio. Neuerkrankte pro Jahr.

Virale oder bakterielle Erkrankung als Ursache

Von den rund zwölf Millionen Krebserkrankungen würden jährlich etwa 20 Prozent durch eine virale oder bakterielle Erkrankung verursacht oder mitbedingt, sagt die UICC. Impfungen können diese Infektionen verhindern und dadurch beispielsweise Leber- und Gebärmutterhalskarzinomen vorbeugen.

Auch die Helmholtz-Gemeinschaft widmet sich diesem Thema. "In der Gesundheitsforschung der Helmholtz-Gemeinschaft spielt die Krebsforschung eine große Rolle. Allein in Deutschland erkranken jährlich rund 440.000 Menschen neu an Krebs und etwa die Hälfte stirbt an dieser schweren Erkrankung. Deshalb investieren wir jährlich 140 Mio. Euro in die Krebsforschung", sagt Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. "Gerade aus der Helmholtz-Grundlagenforschung sind entscheidende Erkenntnisse gekommen, die jetzt Leben retten können.

Zum Beispiel wurde am GSI-Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung eine Tumortherapie mit Ionenstrahlen entwickelt, mit der nun im Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum Patienten mit großem Erfolg behandelt werden. "Aus der Grundlagenforschung heraus kommt auch die Erkenntnis, dass Gebärmutterhalskrebs durch Infektion mit Humanpapillomviren ausgelöst werden kann."

Gesunder Lebenswandel und Vorsorge ist die beste "Medizin"

Krebserkrankungen können durch relativ einfache Maßnahmen um ein Vielfaches reduziert werden. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung sowie Nichtrauchen senken das Risiko, am Krebs zu erkranken deutlich. Auch die Vorsorgeuntersuchungen tragen wesentlich zur Minimierung von Krebserkrankungen bei. Patienten sollten regelmäßig Früherkennungsuntersuchungen vornehmen.

Autor: Michael Fiala; pressetext.de; Stand: 04.02.2010

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