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Neuer Vierfach-Impfstoff zum Schutz vor Meningokokken-Erkrankungen

Jährlich erkranken in Deutschland etwa 500 Menschen an einer Meningokokken-Infektion. Eine Ansteckung ist jederzeit und überall möglich da bis zu 30 % der Bevölkerung diese Bakterien in ihrem Nasen-Rachen-Raum tragen, ohne selbst zu erkranken. Die Erreger können per Tröpfcheninfektion, also beispielsweise beim Niesen oder Husten, übertragen werden. Gelingt es den Meningokokken in die Blutbahn der Menschen zu gelangen, so können sie eine Hirnhautentzündung oder eine Blutvergiftung oder auch gleichzeitig beides auslösen.

Die anfänglichen Symptome einer Meningokokken-Infektion erscheinen unspezifisch, die denen einer Grippe ähneln und so verstreicht nicht selten kostbare Zeit bis zum Beginn einer Behandlung.

Trotz modernster medizinischer Behandlungsmethoden liegt die derzeitige Sterblichkeitsrate bei 10 %. Erkrankte, die eine Infektion überleben haben in der Regel mit schweren Spätfolgen zu rechnen. Häufig zeigen sich die Komplikationen in Form von Schwerhörigkeit, Anfallsleiden, Hirnwasserzirkulationsstörungen und Verstümmelungen von Armen und Beinen.

Forschern ist es nun gelungen einen neuen, modernen Vierfach-Konjungatimpfstoff zu entwickeln. Einen ersten großen Vorteil des Kombinationsimpfstoffes im Vergleich zu den bisherigen Impfmöglichkeiten sehen die Wissenschaftler darin, dass er gleichzeitig vor vier der fünf möglichen Meningokokkengruppen schützt und damit Einzelimpfungen überflüssig geworden sind. Zudem wird diese Form der Impfung vom Immungedächtnis besser erkannt und kann somit auch besser aufgefrischt werden. Ein weiterer wichtiger Pluspunkt besteht darin, dass der neue Impfstoff schon bei Säuglingen und Kleinkindern wirksam ist. Bisher ist er zwar nur für Personen ab 11 Jahren zugelassen, aber in einem weiteren Schritt ist die Genehmigung auch für jüngere Kinder geplant.

Gerade weil die Erkrankung zunächst unspezifisch beginnt und oft aber eine dramatisch Wendung nimmt wird eine Impfung zum Schutz vor Meningokokken-Infektionen dringend empfohlen. Insbesondere Kinder und Jugendliche stehen einem erhöhten Erkrankungsrisikos gegenüber und sollten deshalb ab dem zweiten aber allerspätestens bis zum vollendeten 17. Lebensjahr geimpft werden.

Autor: Wissen Gesundheit - Redaktion

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