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Künstliche Befruchtung: Checkliste reduziert Mehrfachschwangerschaften

photocase.com © photocase.com

Wissenschaftler des Uppsala Science Park haben ein Verfahren zur Verhinderung eines erhöhten Risikos von Mehrfachgeburten nach einer künstlichen Befruchtung entwickelt. Die Erfolgsaussichten der Befruchtung werden dardurch nicht beeinträchtigt. Weltweit wird häufig gleichzeitig mehr als ein Embryo eingesetzt, um die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen. Das Risiko für Mutter und Kind ist dadurch höher. Einige Regierungen unter anderem auch in Großbritannien empfehlen daher laut BBC die Beschränkung auf einen Embryo.

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Das Team um Jan Holte kann laut eigenen Angaben vorhersagen, wer auch bei der Beschränkung auf einen Embryo schwanger werden wird. Die Wissenschaftler haben dafür eine Checkliste mit einer Reihe von Fragen entwickelt. Bei einer derzeit stattfindenden Tagung der European Society for Human Reproduction and Embryology (ESHRE) wurde betont, dass diese einfache Checkliste das Risiko von Mehrfachgeburten auf fast den "normalen" Wert senken kann.

Das bedeutet, dass Frauen, die sich einer künstlichen Befruchtung unterziehen, mit einer Wahrscheinlichkeit 1:50 dem Risiko einer Mehrfachschwangerschaft ausgesetzt sind. Derzeit entfallen allein in Großbritannien mehr als 20 Prozent der Mehrfachgeburten auf künstliche Befruchtungen. Laut der zuständigen Behörde HFEA muss es den Kliniken gelingen, diesen Prozentsatz zuerst auf 15 und später auf zehn Prozent zu senken.

Schweden als Vorbild

Holte erklärte, dass Großbritannien von den Erfahrungen schwedischer Kliniken lernen könne. Zwischen 1999 und 2002 analysierten die Wissenschaftler mehr als 3.000 künstliche Befruchtungen, die in ihrer Klinik durchgeführt wurden. Sie zeichneten jene Faktoren auf, die eine Rolle für den Erfolg der Behandlung spielten und grenzten sie schließlich auf vier ein: Das Alter der Frau, die Anzahl ihrer Eizellen, die Qualität des Embryos und frühere Erfolge oder Misserfolge mit künstlicher Befruchtung.

Mit Hilfe dieser Informationen konnte eine Balance zwischen der Sicherstellung des Erfolgs der Behandlung und der Verringerung der Mehrfachgeburten erzielt werden. Mehr als ein Embryo wurde nur eingesetzt, wenn es absolut notwendig war. Die Anzahl der Mehrfachgeburten sank in der Folge von 26 Prozent auf zwei Prozent. Schließlich waren es auch die Patientinnen, die profitierten. Weniger Kinder kamen zu früh auf die Welt. Die Sterberate vor, während und kurz nach der Geburt konnte mehr als halbiert werden. Eine weitere schwedische Klinik war mit diesem Modell ähnlich erfolgreich. Drei weitere haben die Checkliste jetzt eingeführt. 

Autor: pressetext.de, Michaela Monschein (Stand: 06.07.2011)

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