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Darmbakterien zum Nachweis von Darmentzündungen

Etwa 320 000 Menschen in Deutschland sind von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen betroffen. Dies sind vor allem Morbus Crohn, der den gesamten Darm betrifft, sowie Colitis ulcerosa des Dickdarms. Die Erkrankungen haben unterschiedliche Auslöser und Verläufe, zeigen sich aber oft mit ähnlichen Beschwerden. Dies erschwert es dem Arzt, die Erkrankungen schnell und ohne aufwändige Untersuchungsmethoden zu unterscheiden. Eine schnelle und einfache Methode wurde im Vorfeld des Internistenkongresses 2010 bekannt. Denn Forscher haben herausgefunden, dass die Erkrankungen die Darmflora jeweils unterschiedlich prägen, was mit einer einfachen Stuhlprobe nachweisbar ist: Bei Menschen mit Morbus Crohn finden sich weniger Bakterien des Typs Faecalibacterium prausnitzii. Bei der Colitis ulcerosa tritt im Gegensatz dazu dieser Keim vermehrt auf und zeigt auch – bedingt durch die entzündete Schleimhaut –massenhaft Leukozyten. Diese Erkenntnisse werden in Zukunft wohl für eine neue einfache Untersuchungsmethode genutzt werden können.

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Die typische Zusammensetzung der Darmbakterien legt es nahe, dass diese auch einen Einfluss auf die Symptome besitzen, teilt die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin mit. Bereits jetzt werden an der Uniklinik Regensburg Patienten mit Colitis ulcerosa nach dem Abklingen der Entzündung mit Präparaten behandelt, die einen bestimmten Stamm des Darmbakteriums E. coli enthalten. Studien haben gezeigt, dass dadurch neue Entzündungsschübe hinausgezögert werden können.

Unser Tipp: Auch Probiotika helfen bei Colitis ulcerosa, und zwar vorbeugend und sogar im Krankheitsschub. Probiotika finden Sie in bestimmten Sorten von Naturjoghurt, es gibt sie auch in der Apotheke in Form von Kapseln zu kaufen. 

Autor: Wissen Gesubndheit - Redaktion

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