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RATGEBER - Lungenentzündung

Was ist eine Lungenentzündung?

Als Lungenentzündung oder Pneumonie (auf griechisch heißt die Lunge Pneumon) bezeichnet man alle entzündlichen Prozesse des Lungengewebes. Meistens sind die Lungenbläschen (Alveolen) betroffen, gelegentlich auch das Lungengerüst (Interstitium).

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Ausgelöst wird die Lungenentzündung meist durch Infektionen mit Bakterien, Viren, Pilze, chemische Reizstoffe (z. B. Benzin) oder eingeatmete Fremdkörper (z. B. Essensbissen).

Meistens trifft die Lungenentzündung als Folgeerkrankung auf, also nach einer anderen Krankheit wie einer Erkältung. Deshalb ist es wichtig selbst eine „harmlose“ Erkältung ernst zu nehmen, sich vom Arzt untersuchen und behandeln zu lassen.

Die zu unrecht belächelten Erkältungspräparate wie die Acetylsalicylsäure (z. B. Aspirin, ASS) stoppen den Entzündungsprozess, der Körper von den lästigen Beschwerden wie Schmerzen und Fieber wird befreit, so dass dann die Selbstheilungskräfte besser greifen können.

Die eigentliche Ursache der Lungenentzündung ist also meistens nicht der Erreger selbst, sondern eine durch ihn geschwächte Immunabwehr. 

Bei der Lungenentzündung kann ein Lungenlappen befallen sein (= Lobärpneumonie) meistens verursacht durch Pneumokokken. Typisch für den Verlauf der Krankheit ist ein schlagartiger Beginn: Der Patient hat hohes Fieber und Schüttelfrost. Die Hustenanfälle sind oft so heftig, dass das Bett wackelt. Dank der modernen Medizin – u. a. gut wirksame Antibiotika – gibt es die typische Lobärpneumonie kaum noch.

Die heute am häufigsten anzutreffende Form der Lungenentzündung ist die so genannte Bronchopneumonie. Sie betrifft u. a. die kleinen Bronchien und tritt begrenzt und handförmig auf.

Das Risiko an einer Lungenentzündung zu erkranken, ist besonders hoch bei Kindern unter drei Jahren, bei sehr alten Menschen und bei Menschen deren körpereigene Abwehr geschwächt ist.

Die Beschwerden sind je nachdem welche Erreger die Lungenentzündung verursacht haben unterschiedlich: heftiger Husten, hohes Fieber mit Schüttelfrost, Abgeschlagenheit, Kopf-Gliederschmerzen. Der abgehustete oft grüne Schleim ist meist blutig.


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