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RATGEBER - Appetitlosigkeit

Was ist bei Appetitlosigkeit zu tun?

Bei so vielen Ursachen für die Beschwerde ist die auslösende Krankheit von entscheidender Bedeutung. Hier ist unbedingt der Hausarzt oder der Facharzt zu konsultieren.

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Eine erfolgreiche Therapie wird im Allgemeinen auch den Appetit zurückbringen.
Appetitanregende Mittel wirken entweder durch Anregung der Speichel-, Magen- oder Darmsaftproduktion, durch Einwirkung auf die Schleimhäute oder über das Appetitzentrum des Gehirns.

Eine normale, nicht krankheitsbedingte Appetitlosigkeit kann man auch mit naturheilkundlichen Mitteln beseitigen.
Hier bieten sich beispielsweise folgende appetitanregende Gemüsearten an: Ampfer, Sellerie, Paprika, Knoblauch, Fenchel, Tomaten, Rettich, Lauch, Löwenzahn, Möhren und Zwiebeln.

Der bittere Geschmack vieler Arzneipflanzen, den wir im hinteren Bereich der Zunge wahrnehmen, regt den Speichelfluss, sowie die Ausscheidung von Säure durch die Magenschleimhaut an.
So werden durch einen bitteren Tee, Bittermittel oder Amara (Extrakte aus Chinarinde und bitteren Kräutern), auch Koffein, die alle den Appetit über die Schleimhaut stimulieren, die Vorfreude auf das Essen steigern.

Gut gewürzte Speisen und Fleischbrühe fördern ebenfalls die Verdauungssaft-Sekretion. Vitamine, Hormone und Kreislaufmittel können zudem den Appetit anregen und das Algemeinbefinden verbessern.

Britische Forscher vom Imperial College in London haben herausgefunden, dass ein Wachstumshormon offensichtlich das Hungergefühl steuert. Es zeigte sich bei Versuchen mit Freiwilligen, dass der Appetit mit der Konzentration des Hormons im Blut deutlich anstieg.

Die Experten hoffen nun, mit diesem Hormon eine Möglichkeit gefunden zu haben, Essstörungen wie Magersucht zu behandeln.
Auch bei Krebs-Patienten und Aids-Kranke könnten durch dieses Hormon angeregt werden, wieder mehr Nahrung zu sich zu nehmen.

Auch die Cannabinoide der Hanfpflanze Cannabis regen bekanntlich den Appetit an. Der isolierte Wirkstoff THC ist in den USA zur Therapie der Auszehrung bei Aids-Patienten eingesetzt.


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